Kinder (10 und 11) wollen zum Vater ? Risiko oder Chance???
Hallo zusammen!
Im Mai 2003 ist mein Exmann ausgezogen, hat sich mit seiner Freundin im gleichen Ort ein Reihenhaus gemietet und will nun heiraten. Geschieden wurden wir Febr. 2005. Unsere Kinder ? Tochter 11, Sohn 10 - leben seither bei mir, sehen ihren Papa regelmäßig jeden Dienstag nachmittag und alle 2 WE?s und waren auch schon mehrfach mit ihm in Urlaub.
An seinem Engagement den Kindern gegenüber ist nichts auszusetzen. Allerdings habe ich ein Problem mit seiner Freundin ? bzw. Frau, denn sie wollen in den nächsten Tagen heiraten. Diese hat mich in der Vergangenheit mehrfach in Briefen beschimpft und beleidigt. Wäre an sich nicht der Rede wert, wenn die Briefe nicht OFFEN den Kindern zur Übergabe an mich mitgegeben worden wären. Kinder haben also alles gelesen, u.a. war von Unfähigkeit und R?mutter die Rede!! Und abfällige Bemerkungen sind auch VOR den Kindern gefallen.
Dies zur Vorgeschichte.
Am Donnerstag wurde ich nun zum JA bestellt. KV war wohl mit Kindern dort, und möchte die Kinder zu sich nehmen!! Laut JA-Mitarbeiter sei es der Wunsch der Kinder, da sie sich bei mir ?nicht wohlfühlen?, ich würde zuviel schimpfen, den Urlaub über nur streichen und nichts mit ihnen unternehmen.
Hm, mag sein, dass ich in den letzten Wochen wohl etwas genervt war: Stress im Büro (gehe an 4 Vormittagen arbeiten); die Hitze; wir sind dabei, unser Haus zu verkaufen und mein EX meint unbedingt, ich müsste dringend renovieren, was ich ? dummerweise!! ? in der ersten Urlaubswoche angefangen habe. Dazu der Alltag mit zwei Kindern, die sich gerne lauthals streiten, bei unserer Tochter gibt?s erste pubertäre Anzeichen (Stimmungsschwankungen, wird leicht reizbar ? ?zickig? ;-) ), unser Sohn weiß oft nichts mit sich anzufangen und baut seine Aggressionen ab, indem er seine Schwester provoziert (wohl wissend, dass sie dann ?hochgeht?). Eine Situation, wie sie vielleicht einige von euch kennen?
Ok, soweit so gut. Wenn die Kinder zum Papa wollen, würde ich mich dem Vorschlag des JA-Mitarbeiters anschließen, und sie erst eine Probezeit von einigen Monaten (die Rede war von einem halben Jahr) zum Papa lassen.
Aber hier fängt mein Problem an: Nicht der KV wird zu Hause bleiben, sondern seine Freundin will nur noch halbtags arbeiten. Den Papa sehen die Kinder erst abends.
Ich traue der Freundin nicht!! Nachdem, was sie mir schon alles schriftlich an den Kopf geworfen hat (Briefe liegen dem JA vor), habe ich die Befürchtung, dass sie die Kinder gegen mich ?aufhetzt? bzw. mich schlecht macht. Vielleicht nicht gerade offen, aber in einigen Aussagen unserer Tochter kommt raus, dass sie manchmal abfällige Bemerkungen über mich macht. Muss dazu anmerken, dass sich unser Sohn mit seiner zukünftigen Stiefmutter besser versteht als unsere Tochter. Und wenn er mitbekommt, dass die Schwester mir etwas diesbezügliches sagt, gibt er es sofort seinem Papa weiter?
Ich weiß im Moment nicht, wie ich mich verhalten soll. In den nächsten zwei Wochen verbringen sie die Ferien beim Papa, weil wohl auch die Hochzeit stattfindet.
Mitte August soll dann ein Gespräch beim JA stattfinden, in dem alles besprochen wird.
Wie schon erwähnt, wenn die Kinder wirklich wollen, werde ich sie nicht daran hindern, zum Papa zu gehen. Vielleicht erkennen sie ja, dass Papa-Wochenenden und Urlaub was ganz anderes sind als der Alltag mit Schule, Hausaufgaben, Lernen, Verabredungen, Terminen, etc. Vielleicht liegt hier eine Chance, vielleicht ist es aber auch ein großes Risiko???
Wer kann mir Rat geben, wer hat eine ähnliche Situation durchgemacht??
Danke für?s Lesen!!
Mecki67
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