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Lissi111

Anfänger

Beiträge: 1

1

Sonntag, 11. März 2007, 16:15

Tochter macht Zicken beim Schlafen

Hallo, ich weiss leider nicht mehr weiter. Meine Tochter war schon immer ein schlecher "Schläfer". Aber seit der Trennung vor einem Jahr wird es immer schlimmer.
Sie darf bei mir im Bett schlafen, kein Problem. Aber sie weigert sich abends überhaupt ins Bett zu gehen. Und das mit aller Gewalt. Sie will im Wohnzimmer auf der Couch neben mir einschlafen, ich muss neben ihr sitzen, darf in dieser Zeit nicht telefonieren geschweige denn an den PC, der ja in einem anderen Zimmer steht. Hinzu kommt, dass sie abends extra viel trinkt, obwohl ich das verbiete, denn da muss sie ständig auf Toilette. Sie rennt in 2 Minuten mindestens 2 x! Das ist nicht übertrieben. Sie wäscht sich die HÄnde, die mittlerweile total rauh sind, total oft. Außerdem ist sie total auf Zeit fixiert. Alles muss eine bestimmte Uhrzeit haben, anders geht gar nix. Außerdem fragt sie mich ständig, ob ich auch dableibe , mich nicht umbringe, ob ich sie auch mti ins Bett nehme usw. Ich kann so langsam nicht mehr. Da ich ja auch nicht weiss, ob es Angst oder Sturheit ist, bin ich seit kurzem mit ihr bei einem Kinderpsychologen. Aber bis die Tests und alles vorbei sind gehe ich am STock!!! Das Schluss-GEspräch mti dem Psychologen ist erst im Mai. So lange halt ich das nicht mehr aus. War auch mit ihr bereits in der Caritas - Beratungsstelle. Dort konnte mir aber auch nicht geholfen werden. Ich fühle mich so machtlos. Und das einem 8 jährigen Kind gegenüber, das muss man sich mal vorstellen. Auch meine Mutter war mal da und hat sich das "Schauspiel" betrachtet. Auch sie konnte nix dagegen machen.
Hat jemand ähnlcihes erlebt?
LG Liane[addsig]

Dajole

Anfänger

Beiträge: 1

2

Sonntag, 11. März 2007, 17:55

RE: Tochter macht Zicken beim Schlafen

Hallo Liane,
als ich die überschrift deines beitrages gelesen habe, habe ich noch gedacht das kennst du. am ende angekommen muss ich sagen, wer soll da hier einen rat geben, da muss professionelle hilfe her.

bin seit 16 monaten getrennt und meine tochter zickt auch (öfter)beim einschlafen. mama was ist wenn du in der nacht stirbst? mama was ist wenn es brennt und du bist schon verbrannt? mama gehst du auch nicht mehr weg?habe sie (6) und ihren kleinen bruder natürlich noch nie alleine gelassen und die anderen dinge sind ja auch unwahrscheinlich.

habe hier vor kurzem auch hilfe gesucht,leider wußte keiner so richtig rat. morgen habe ich einen termin bei der erziehungsberatungsstelle. mal sehen, was die sagen. was hat man dir denn bei der caritas genau gesagt? bei deiner tochter hört sich das ganze ja wesentlich extremer an als bei uns. ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass es extreme verlustängste sind, die unsere kinder quälen.

wie läuft es denn bei dir und deinme ex? gibt es da noch besonderen stress. wir haben das miteinander nämlich inzwischen ganz gut im griff und können einigermaßen miteinander reden, trotzdem gibt es die probleme. übrigens nicht von anfang an, sondern erst die letzten drei, vier monate.

johanna und ihr bruder schlafen übrigens seit einiger zeit in einme zimmer, seitdem läuft es etwas besser. außerdem hat johanna die telefonnummer von der feuerwehr und der polizei an ihrem bett hängen. sie weiß dass sie dort anrufen kann, wenn irgendetwas passiert und dass man ihr dann hilft. das hat sie etwas beruhigt. wir waren auch gemeinsam bei der polizei, dort hat man ihr bestätigt, dass man sofort kommt, wenn etwas passiert und sie anruft.

ich berichte gerne morgen nach meinem gespräch noch mal, obwohl, das hast du ja auch schon hinter dir. Wäre nett, wenn ich von dir auch noch genaueres hörte. Gerne auch per pn.

lg dagmar[addsig]

Gast

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3

Sonntag, 11. März 2007, 18:04

RE: Tochter macht Zicken beim Schlafen

Hallo,

ich habe in gewisserweise genau das gleiche Problem wie DU.
Mein großer Sohn fast 6 Jahre alt weigert sich Abends ins Bett zu gehen. Er schreit dann total hysterisch so das ich Angst habe, dass die Nachbarn denken, dass ich meinem Kind was antun würde ( meine Vermutung ). Er will genauso lange wie ich aufbleiben. Das Ende vom Lied ist, dass er jeden Abénd auf der Couch sitzt ( PC Ist ein Glück im Wohnzimmer ). Irgendwann wenn überhaupt schläft er dann total erschöpft ein. Zudem kommt wie bei Dir dauernd der Spruch : Mama, Du ziehst aber nicht aus oder Mama, Du kommst doch wieder. Die Ängste sind sogar schon so weit, dass er nicht einmal alleine auf die Toillette gehen will weil er Angst hat das ich danach nicht mehr da bin. Ganz schlimm wird es wenn ich mal ( im letzten Jahr nach der Trennung 2 x ) rausgehen möchte und meine Mutter oder Schwester auf die Kinder aufpassen sollen. Da wird sich an mich geklammert und ich muss ihm hoch und heilig versprechen, dass ich auf jeden Fall wiederkomme. Er schläft dann gar nicht und wenn er doch mal einnickert, dann schreckt er nach 5 Min wieder hoch und fragt ob seine Mami endlich wieder da wäre. An diesem Wochenende ( eigentlich Papa-WE ) hat er sich sogar das Kranksein eingeredet, dass er deshalb nicht mit zum Papa möchte. Grund vom ihm : Er würde mich sonst zu Arg vermissen !!!!
Wir waren schon bei einem Kinderpsychologen der aber ehrlich gesagt auch nicht weitergeholfen hat. Ich habe jetzt mit Hilfe der Kinderärztin einen neuen Psychologen gefunden, der speziell auf Kinder eingeht die die Trennung der Eltern nicht verarbeiten können. Da habe ich aber auch erst Ende des Monats einen Termin.
Manchmal gehe ich genauso wie Du am Stock weil man keine freie Minute mehr hat, aber ich denke mir dann auch : Die kleine Kinderseele ist so verletzt wie kann ich Ihr helfen. Wobei der kleine Mann auch immer noch die Hoffnung in ´sich trägt, dass der Papa doch noch mal wiederkommt, was aber von uns beiden nicht der Fall sein wird ( dieses haben wir ihm mit Hilfe des JA lieb erklärt ).

Er schläft im übrigen auch jede Nacht in meinem Bett und kuschelt sich dann so extrem an mich dran das ich denke er hat totale Verlustängste.

Lg Katharina

Gast

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4

Montag, 12. März 2007, 12:41

RE: Tochter macht Zicken beim Schlafen

Hallo Liane, hier wie versprochen meine ergebnisse vom beratungsgespräch. man hat mir bestätigt, dass es wohl verlustängste sind, die meine tochter quälen. die beraterin meinte, dass es wichtig ist die situation von zwei seiten nazugehen. zum einen solle man die ängste der kinder natürlich ernst nehmen und mit ihnen besprechen, ehrlich besprechen. auch ein notfallplan wie bei uns die telefonnummern am bett könnten sicherheit bieten (funktioniert bei uns ja auch einigermaßen). zum anderen hat sie mir aber auch klar gemacht, dass man solche ängste auch nicht dramatisieren darf, weil sie sich sonst ausweiten könnten. einfach zu sagen, schwer durchzuführen habe ich geantwortet... da hat sie mir recht gegeben und gesagt ich müsste meiner tochter ein maximum an sicherheit geben, was man auch durch einen sehr geregelten tagesablauf erreichen kann. gleichzeitig hat sie mir empfohlen kleine dinge beim einschlafen konsequent durchzusetzen. zum beispiel dem kind , wenn man aus dem zimmer geht klar zu machen, dass man nicht noch mal wieder kommt, weil alles für die nacht geregelt ist. und ihm zu sagen, dass man noch enmal gute nacht sagt und einen kuss gibt, wenn man selber ins bett geht.
wahrscheinlich alles nicht wirklich hilfreich...
alles liebe dagmar, nicht eingeloggt

Gast

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5

Montag, 26. März 2007, 18:35

RE: Tochter macht Zicken beim Schlafen

Hallo Liane,
Mein Sohn wird bald 6 und hat nach unserem Umzug in eine andere Stadt (dort haben wir Onkel und Opa in der Nähe, damit er auch männliche Bezugspersonen hat...) auch so rumgezickt, dass ich dauergefrustet und am Ende war. (Kommentar vom Ex-Mann: Du wolltest doch unbedingt umziehen...) Jedenfalls habe ich mit meinem Sohn lange und ausführlich geredet. Er hat mir gesagt, wovor er Angst hat, ich habe auf jede seiner Ängste geantwortet, dass ich ihn liebe, und ihn nie alleine lassen würde. Dass ich - ihm zuliebe, da ich jede Minute genieße- besonders auf mich aufpassen würde. Das hat ihn- nach mehrfacher Wiederholung des Gesprächs- beruhigt. Inzwischen haben wir 3 wechselnde Abendrituale eingeführt, ich habe den halben Ikea (witzige Nachtlampen) leer gekauft und wir haben in seinem Zimmer, in seinem Bett dann unsere feste viertel Stunde. Da singen wir, lesen, reden über die schönen dinge, die wir am Tag erlebt haben. Nach der festgelegten Zeit darf er noch einige Minuten mit seinem Lieblingsspielzeug spielen, worüber er meist einschläft. Er versucht zwischendurch, mit Tricks wach bleiben zu dürfen, aber er merkt, dass ich konsequent bin. Steht er im Wohnzimmer, nehme ich ihn kommentarlos an die Hand, bringe ihn ins Bett- ohne weiteren Kuss und Worte- und sage nochmals Gute Nacht. Immer wieder, auch wenn es 10 mal am Abend ist. Wortlos rüberbringen, nicht auf Diskussionen einlassen und nur ein Trockenes Gute Nacht.Am nächsten morgen erkläre ich es ihm nochmal, dass wir ja unsere viertel Stunde zum Quatschen haben, und dass in dieser Zeit alles geklärt werden kann. Es klappt. Ich habe keine Probleme mehr. Liebevolle Strenge. Zur Belohnung wenn es unter der Woche geklappt hat malen wir uns Einladungen und schlafen Freitags und Samstags in einem Bett. Das ist dann unsere Besondere Kuschelzeit... :roll: [addsig]