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1

Mittwoch, 29. März 2006, 19:24

Kindergarten sinnvoll?

Wieweit sind Kindergärten sinnvoll?

1. Sozial und pädagogsch betrachtet:
5 Tage die Woche 4 - 6 h mit vielen, zu vielen Kindern fast gleichen Alters zusammen, ist das ein ( guter, schlechter ) Ersatz für Geschwister, Nachbarschaftskinder, Selbstbeschäftigung mit groß und klein? Ersatz für Kontakt zu Erwaschenen, ob Opa im Garten helfen, Hausarbeit stören, dabei fragen und beobachten usw. Mir kommt e so vor als ob heutige "Kindergartenkinder" zwar schreien gelernt hätten, aber ein wenig weltfremd sind!

Alternative für ein Kinderumfeld mit vielen Einzelkindern ohne Nachbarschaftsbeziehung: Einmal wöchentlcih "Kindergruppe" für 2 - 3h für Aktivitäten wie Gruppenspiele, Chorsingen etc. Dinge die viele Eltern nicht beherrschen.

2. Finanziell betrachtet:
Kosten die Kindergärten den öffentlichen Kassen ( Vollkosten ohne Elternteil aber mit Bau- und Betriebskosten ) wirklich weniger als die berufstätigen Zweitverdiener der Eltern in der gleichen Zeit als Steuern und Sozialabgaben erarbeiten?

Gast

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2

Mittwoch, 29. März 2006, 19:25

RE: Kindergarten sinnvoll?

P.S. werner, sorry!

Aninjha

Anfänger

Beiträge: 0

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3

Mittwoch, 29. März 2006, 20:09

RE: Kindergarten sinnvoll?

Hallo Werner,

der Kindergarten ist ja auch zum Einstieg in die Schule gedacht. Vorher zu lernen, in einer Gruppe auszukommen, zu lernen, sich eine Bezugsperson mit vielen teilen zu müssen, insgesamt zu lernen, sich in Gruppen sozial zu verhalten.

Persönlich finde ich, müssen Kinder nicht ständig der Obhut der Eltern oder Oma ausgesetzt sein.....

Das verweilicht(meine eigene Meinung)......

Wiederum finde ich persönlich, das Kind ab 3. Lebensjahr in den Kindergarten zu geben, für sehr früh, kann jedoch noch nicht aus Erfahrung berichten. Meine älteste ging 2 Jahre, mein jüngster auch, wobei sich beide am Ende begannen zu langweilen......und es Zeit für die Schule wurde.

Alleinerziehend bleibt mir nun keine andere Wahl, als die Kita, und das komplette 3 Jahre......und denke, schaden wird es der kleinen auch nicht, und hoffe nur, das sie nicht zu schnell in die "ist das langweilig dort Phase" kommt.

[addsig]

Gast

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4

Mittwoch, 29. März 2006, 21:16

RE: Kindergarten sinnvoll?

Nicht ständig der Obhut....
auch vielleicht nicht ständig der Obhut vn Erwachsenen, sondern mit größeren (Schul)kindern mitlaufen. Ich denke da eine meine Vergangenheit, weder ich noch meine Schwestern waren je im Kindergarten, aber viel Kontakt auf der Straße und auch Spielbesuche im Hof, Garten oder Wohnungen ( große Schwester oder Eltern wußten immer bescheid, sollte immer informiert werden ) von Sandkastenfreunden. Inkl. Besuche und neugieriges Fragenstellen am Hintereingang von der Autowerkstatt oder anderen Handwerkern.

Aninjha

Anfänger

Beiträge: 0

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5

Mittwoch, 29. März 2006, 22:32

RE: Kindergarten sinnvoll?

Na das hatte ich aber auch....aber so wie wir früher aufwuchsen geht es nimmer:-(

Früher standen auf unserer Strasse (Anliegerstrasse, 10 ein oder zweifamilienhäuser) max. 2 autos geparkt..........wir spielten als Kinder sämtlicge spiele, konnten auf der strasse malen, Tennisnetz ausbreiten etc......heute, an der selben strasse......kein haus dazu gekommen.........die Strasse ist zugeparkt mit autos............die, die heute da groß werden, können es nimmer so wie wir.....und schau dir spielplätze an.......da kannst dein Kind ja nicht mal mehr hinschicken, ohne vorher scherben gefegt, spritzen beseitigt etc, zu haben............... und ich lebe nicht in einer Großstadt.

Früher


zu Zeiten wo wir Kinder waren.......würde gerne schnipp machen, und meine Kinder dahin zurück setzen

Zurück in die vergangenheit[addsig]

Beiträge: 1

6

Donnerstag, 30. März 2006, 04:19

RE: Kindergarten sinnvoll?

Ich bin selbst auch nur kurz im Kindergarten gewesen und wegen ständiger Flucht aus demselben von meinen Eltern wieder heraus genommen worden *g*.
Auch bei uns war die Straße und der Hof immer voller Kinder und auch wenn ich Einzelkind bin, ich war nie allein. Meine Eltern waren zwar berufstätig, aber Oma und Opa waren ja im Haus.

So ein Leben würde ich meinen Kindern heute auch wünschen. Aber die Zeiten haben sich geändert. Wir wohnen an einer vielbefahrenen Straße und die Kinder in der Nachbarschaft muss man mit der Lupe suchen. Die Freunde meiner Kinder sind über das ganze (Klein-)Stadtgebiet verstreut.

Vor allem in der ersten Klasse macht sich heutzutage das Fehlen eines Kindergartenbesuches negativ im Verhalten bemerkbar. Diese Kinder wachsen dann wirklich *behütet* in vier Wänden auf - soziale Kontakte sind wenn es hoch kommt auf einmal in der Woche 2 Stunden Spielkreis beschränkt.

Ich habe fast 10 jahre lang in Spielkreisen mitgewirkt und mit organisiert. Man merkt dort schon den Unterschied zwischen Kindern, die den Kindergarten besuchen und denen, die dies nicht tun.

Gruß

Nathalie
[addsig]

Gast

unregistriert

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7

Donnerstag, 30. März 2006, 04:32

RE: Kindergarten sinnvoll?

@aninjaha

Zurück in die Vergangeneit...

Zynisch...
Die Straße mit Autos zugeparkt die Mütter haben wollen dmit sie ihre Kinder wegend der Auts mit dem Auto zum Spielen, Schule, Kindergarten oder sonstwo hinbringen könnnen...

Es gehen alle Kinder in den Kindergarten weil alle Kinder in den Kindergarten gehen....

Der schlimme Autoverkher auf dem Schulweg ist wegen der zur Schule gefahrenden Kinder...

werner

Merle

Anfänger

Beiträge: 1

8

Donnerstag, 30. März 2006, 06:19

RE: Kindergarten sinnvoll?

Hallo Werner!
Du vergißt aber den Aspekt, das man heute einfach nicht zu Hause bleiben möchte und kann- egal wer Elternzeit hat. Also haben beide Eltern Autos um zur Arbeit zu kommen. Außerdem kannst Du den Kindern zu Hause einige Bereiche die sie im Kiga lernen zu Hause einfach nicht mitgeben. Ich habe mir das auch alles kritisch angesehen- ist aber so.Und sicher gehen nicht alle Kinder in den Kindergarten weil alle gehen- das ist meiner Meiniung nach falsch.
Das ist einfach zu einseitig gedacht.

Merle[addsig]

Aninjha

Anfänger

Beiträge: 0

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9

Donnerstag, 30. März 2006, 06:41

RE: Kindergarten sinnvoll?

Hallo Werner,
ohne weiter auf Deine Einführung eingehen zu wollen(viele Mütter müssen arbeiten, und wer arbeit sucht, wird gleich gefragt, ob man mobil ist oder nicht)fiel mir etwas ein.....der folgende Text könnte von Dir sein ;-) (ist nun nicht ganz ernst gemeint :-O

Hier ist sie, die Lösung, um unseren angegriffenen Pleitestaat wieder auf Vordermann zu bringen.......

Wie dämmen wir die Arbeitslosigkeit ein?

Wie lösen wir die Problematik der Jugendkriminalität?

Wie dämmen wir den Terror der Großindustrie ein?

Wie schützen wir unsere Umwelt?

Für alle diese Fragen habe ich eine Lösung,

die so einfach und logisch ist,

dass Ihr Euch auf den Oberschenkel hauen könntet und sagt:

" Mensch, da hätte ich auch drauf kommen können!"

Ganz einfach:

Wir verbieten den Frauen das Auto fahren !!!

Klingt vielleicht ein bisschen chauvinistisch –

ist es aber nicht.

Wenn Frauen nicht mit dem Auto fahren dürften,

könnten einige keinen Job ausüben

und somit wären für viele arbeitslose Männer wieder eine Tätigkeit gefunden.

Dadurch schaffen wir zwar keine Arbeitsplätze,

aber die vorhandenen würden gerechter unter die Haushalte aufgeteilt

und somit wäre der drohenden sozialen Ungerechtigkeit entgegen gewirkt.

Frauen wären nicht so mobil und würden mehr Zeit der Kindererziehung widmen,

was unserer Jugend zu Gute kommen würde.

Da sich unsere Kinder, aufgrund der intensiveren Erziehung,

weniger Drogen und Verbrechen hingeben,

ist das Problem der Jugendkriminalität gebannt.

Weniger weibliche Autofahrer,

desto weniger Autos,

was nicht nur unserer gebeutelten Umwelt zu Gute kommen würde,

sondern auch dem Verkehrschaos ein Ende setzen würde.

Der gefährliche CO2 Ausstoß wäre stark reduziert und unsere Straßen wären ruhiger = sicherer = weniger Verkehrstote.

Ein vielleicht unbeachteter Punkt ist der, dass die Frau bei der örtlichen Bindung an ihren Wohnsitz, nur lokale Geschäfte nutzen könnte,

was die großen Handelsketten in fern abgelegenen Industriegebieten deutlich zu Gunsten der kleinen Tante Emma Läden oder Wochenmärkten schwächt.

Die mobile Eingrenzung der Frau hätte somit auch einen Effekt auf den Terror der Großindustrie.

Da die Frau nun mehr Zeit zu Hause verbringt, sollte frische Hausmannskost den Mikrowellenpseudofrass ersetzen,

was die Ernährung und somit die Gesundheit der Deutschen wesentlich verbessert.

Somit würden wir auch das Budget unserer Krankenkassen entlasten.

Das nicht genutzte Kapital könnte man für die Krebs- oder Aidsforschung verwenden. Vereinfacht: Frauen weg vom Steuer = weniger Krebs.

Frauen beschweren sich doch immer,

dass sie sich auf den Strassen nicht sicher fühlen.

Ich würde sagen ein Grund mehr für sie zu Hause zu bleiben.

Ich denke mit meinen Ausführungen auch an die Frauen, denen ich nicht mehr der Gefahr des alltäglichen Straßenverkehrs oder dunkler Parkhäuser zumuten möchte.

Fazit: Ich denke es gäbe noch ein Dutzend weiterer Gründe, die meine These bekräftigen, aber was spricht denn dagegen?

Nur weil Frauen unbedingt Auto fahren wollen,

setzen sie das Glück unserer Jugend aufs Spiel?

Nehmen die immer schlimmer werdende soziale Ungerechtigkeit in Kauf?

Unser Ozonloch wächst ständig und die Städte quirlen nur so über, weil Frauen nicht auf eine angewohnte Bequemlichkeit verzichten wollen.

Ich finde die Einstellung der Frauen sehr egoistisch und fordere jeden auf meinen Vorschlag in jeglicher Form zu unterstützen!





Ich muß wohl nicht erwähnen, das dieser Text nicht meine eigene Meinung wiedergibt ;-) :lol: [addsig]

Merle

Anfänger

Beiträge: 1

10

Donnerstag, 30. März 2006, 06:48

RE: Kindergarten sinnvoll?

lol aber lustig ist er

Merle[addsig]

Sabine62

Anfänger

Beiträge: 0

11

Donnerstag, 30. März 2006, 06:53

RE: Kindergarten sinnvoll?

Hallo Werner,
Ich finde den Kindergarten sehr sinnvoll, für den weiteren Verlauf des Kindes.
Ich bin nicht in den Kindergarten gegangen, wohl "behütet" zu Hause bei Eltern und Oma.
Dann war es soweit ich kam in die Schule, es hat mich erschlagen, diese Masse an Kindern, sich auch mal durchzusetzten,mit Provokationen umzugehen,halt die ganz normale Schulwelt.
Es hat lange gedauert bis ich relativ gut damit zurecht kam.
Aus meiner Erfahrung, finde ich es wichtig, den Kindergarten zu besuchen,denn die heutige Schulwelt ist 100 x krasser als zu meiner Zeit.
Übrigens hatte ich keine Geschwister, mit denen ich lernen konnte z.B. zu streiten oder Konflikte zu lösen.
Sabine62[addsig]

Kieselchen

Anfänger

Beiträge: 1

12

Donnerstag, 30. März 2006, 08:42

RE: Kindergarten sinnvoll?

Hallo Werner,

es tut mir ja leid, aber so langsam gehen mir deine Kommentare wirklich auf den Keks. Hast du überhaupt Kinder und weißt du eigentlich, was du da so schreibst? Natürlich gibt es viele Autos auf den Straßen. Könnte es daran liegen, dass heute in vielen Familen beide Elternteile arbeiten müssen, damit überhaupt mal was drin ist? Und da seltenst beide Elternteile in der gleichen Firma und ihre Arbeitsstätten teilweise über 100 Kilometer auseinander sind, können sie nicht zusammen fahren und brauchen 2 Autos. Klar kann man mit der Bahn fahren. Mit dem Ergebnis, dass man sich und die Kids erst beim Gute-Nacht-Kuss sieht, weil die Verbindungen ja so Klasse sind.

Meine Kids waren beide im Kindergarten und ich hab wirklich noch nirgendwo gelesen, das ebendieser schädlich wäre.

Also, ich bin ja blond. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Anfangsposting nicht wirklich verstanden habe.

Viele Grüße
die Kieselin[addsig]

Andreas

Anfänger

Beiträge: 1

13

Freitag, 31. März 2006, 05:46

RE: Kindergarten sinnvoll?

Kindergarten ist ein muss!

Wenn ein Kindergarten nach Fröbels Philosophie geführt wird, ist er keineswegs eine Aufbewahrungsstätte, im Gegenteil, die Kinder werden auf vielen Gebieten gefördert und lernen sich in der Gesellschaft zu behaupten.
In den ersten Lebensjahren ist das Lernpotenzial so hoch wie nie mehr im Leben.
Bei uns werden die Kinder nicht nur auf die Schule vorbereitet, sie haben einen stabilen Alltag, werden medizinisch versorgt und lernen erste Konflikte zu lösen. Werden mit Natur und Heimat vertraut gemacht, dürfen nebenbei auch ganz Kind sein und mit anderen Kindern in einer relativ sicheren Umgebung spielen.
Eltern können gar nicht das Wissen und Potenzial von Kindergärten mit ausgebildeten Fachkräften haben (es sei denn sie sind geschulte Pädagogen).
Kinder die nicht in solche Einrichtungen gehen verpassen schlichtweg viele nützliche Lebenserfahrungen und werden sich im sozialen Umgang mit anderen nicht so gut zurecht finden.
Und was die finanzielle Seite anbelangt, sollten wir wirklich noch mehr an unseren Kindern sparen?
@werner warst du im Kindergarten?

Sehr besorgte Grüsse Andreas
<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Andreas, 31.03.2006, 06:48 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Sabine62

Anfänger

Beiträge: 0

14

Freitag, 31. März 2006, 06:48

RE: Kindergarten sinnvoll?

Guten Morgen zusammen,
ich kann da Andreas nur voll und ganz zustimmen.
Die Kindergärten und Schulen arbeiten heute schon zusammen.Wenn die Kids z.B.Schwierigkeiten haben sich sprachlich richtig auszudrücken,werden sie spielerisch gefördert in Zusammenarbeit mit der Grundschule.Das ganze läuft hier in Niedersachsen als Studie über ein Jahr und wirkt sich sehr positiv auf die Grundschule aus,für die Kids.
Wie Andreas schon sagt es ist nicht nur sinnvoll sondern ein "muß".
Liebe Grüße
Sabine
[addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

15

Freitag, 31. März 2006, 07:14

RE: Kindergarten sinnvoll?

Nein, und froh drum, bei uns gab es nur eine katholische Papst-Fan-Club-Anwerbe-AG!

werner

Meine Schwester, auch nie, schickte ihre Kinder auch nicht, machten gerade ihr Abi ohne Schwierigkeiten in der Schule.

Beiträge: 1

16

Freitag, 31. März 2006, 11:27

RE: Kindergarten sinnvoll?

tja, Werner aber Abi sagt nichts über den Charakter aus.

Ich war selbst auf dem Gymnasium aber wie ich schon oben schrieb nur wenige Wochen im Kindergarten. Viel soziales Verhalten musste ich als Teenager und noch später im Berufsleben mühsam erlernen.

Gruß

Nathalie[addsig]