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Michaela28

Anfänger

Beiträge: 1

1

Donnerstag, 19. Januar 2006, 11:32

Neuer Mann in meinem Leben

Ich habe zwei Kinder die beiden haben zu ihren leiblichen Vätern keinen Kontakt!
Ich habe das alleinige Sorgerecht!
Bei der großen (11Jahre) hat sich der Vater vor 8 Jahren Sang und Klanglos aus dem Staub gemacht und sich der Vater von der kleinen (1,5Jahre) vor fast einem Jahr. Das heißt, sie nahmen seit dieser Zeit ihr Umgangsrecht nicht wahr, und nahmen auch so keinen Kontakt zu mir auf. Ich habe vor gut einem Jahr meinen jetzigen Partner kennen gelernt. Er ist gut zu mir und gut zu den Kindern. Die kleine nennt ihn "Papa", ich sage ihr, daß ist nicht dein Papa, das ist Markus!
Wir ziehen am 1.03.2006 zusammen!
Der Papa von der Kleinen hat sich vor 3 Tagen an das Jugendamt gewant und um Vermittlung gebeten zwecks des Umgangsrecht´s.
Wie verhält man sich am besten???
Er kam nie regelmäßig um seine Kleine zu sehen! Zu anfang jede Woche, dann jede 2 Woche dann mal mit 14 Wochen pause, damals hatte er sich schon an das Jugendamt gewannt und ich erklärte daß er sie jeden 2. Sonntag von 14 - 17 Uhr Besuchen kann. Dieses nahm er dann am 13.02 und am 13.03. wahr und danach verschwant er auf nimmer wiedersehen.
Hat jemand einen Tip für mich???
Ich glaube ich kann das ganze im moment nicht mehr objektiv sehen!!!

[addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

2

Donnerstag, 19. Januar 2006, 11:56

RE: Neuer Mann in meinem Leben

Ich glaube ich kann Dich gut verstehen. Das was ich zwischen den Zeilen gelesen habe ist, dass Du es genießt, dass endlich Ruhe und Harmonie eingekehrt mit dem neuen Mann an Deiner Seite eingekehrt ist. An dieser Stelle alles Gute für Euch. Gleichzeitig möchte man seinen Kindern nie im Weg stehen, damit sie einem später keine Vorwürfe machen können. Insbesondere das erste Argument ist keinesfalls eins fürs Jugendamt, sondern Dein Problem. Das war die Antwort, die ich bekam.
Das einzige, was vielleicht hilft, ist, dass Du auf begleiteten Umgang bestehst, da Kind zu klein und der Abstand vom letzten Besuch zu groß.
Vielen Vätern ist das zu umständlich, da oft am Wochenende nicht möglich.
Ich denke dies ist Deine einzige Chance. Falls ich mich irre, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Liebe Grüsse

Gast

unregistriert

Gäste

3

Dienstag, 24. Januar 2006, 14:17

RE: Neuer Mann in meinem Leben

ich würde das ganze an einen Anwalt übergeben! Der kann Dich beraten und dir Tips geben wie du dich am besten zu verhalten hast!

Monika

Gast

unregistriert

Gäste

4

Dienstag, 24. Januar 2006, 15:30

RE: Neuer Mann in meinem Leben

Hi,

es gibt auch Beratungsstellen bei der Diakonie, der Stadt oder welcher Institu auch immer, die es neutral aus der Sicht des Kindes sehen. Ich habe keine guten Erfahrungen mit Anwälten, die häufig auf Geld und Streit aus sind gemacht.

nette Grüße
Moni

Sim

Anfänger

Beiträge: 1

5

Samstag, 28. Januar 2006, 15:38

RE: Neuer Mann in meinem Leben

Hallo Michaela!

Zu allererst würde ich mich an deiner Stelle ans JA wenden.

Allerdings bist du als Mutter vom Gesetzt her verpflichtet den Umgang zwischen Kind und Vater zu fördern (ich weiß, das wolltest du jetzt wahrscheinlich nicht unbedingt hören), aber der Vater hat nunmal Recht auf sein Kind und das Kind auf seinen Vater.

Vielleicht hat der Vater eingesehen, dass der regelmäßige Kontakt zu seinem Kind wichtig ist. Dein Kind wird es dir mit Sicherheit mal danken (wenn es älter ist), dass du dir soviel Mühe gegeben hast - auch wenn es schwer für dich ist.

Sprich aber mal mit JA - die haben damit ja Erfahrung.[addsig]

leonie

Anfänger

Beiträge: 1

6

Freitag, 3. Februar 2006, 22:42

RE: Neuer Mann in meinem Leben

Hallo Michaela,

ich glaube, ich kann sehr gut nachfühlen, wie es in Dir aussieht.

Der leibliche Vater meines Sohnes hat seinerzeit die Vaterschaft abgelehnt, auf einen Test bestanden, und bis zu dem Ergebnis (da war mein Sohn dann bereits etwas über ein Jahr alt), sich um nichts gekümmert, sich für nichts interessiert.

Mir war´s recht, aus den Augen aus dem Sinn, so dachte ich.
Noch dazu er damals wie heute kein Vorzeigeexemplar gewesen ist, aber das zu erläutern würde hier jetzt zu weit gehen...

Daß er keinen Unterhalt entrichtet bedarf wohl fast keiner näheren Erwähnung, oder...?

Gegen spätere Versuche seinerseits, Kontakt über das JA aufzubauen habe ich mich immer wieder gewehrt, bis er dann den gerichtlichen Weg eingeschlagen und diesen Prozeß gewonnen hat, Vorgeschichte hin oder her... denn laut Gesetz hat ein Vater das Recht, sein Kind zu sehen...

Dieses tat meiner neuen Beziehung gar nicht gut, alles in allem ein ständig neues Aufwühlen von Ängsten und Emotionen.

Trotzdem muß auch ich Dir sagen, wende Dich an das JA und suche den Kontakt, trotz allem.
Kinder haben ein Recht auf ihren Vater, auch wenn´s einem selbst schwerfällt. Aber sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen.

Von einem Anwalt würde ich dir abraten, ich hab´s auch schon hinter mir. Der Anwalt erreicht meist noch weniger als das JA, die Fronten verhärten sich und alles wird noch komplizierter...


Der begleitende Umgang ist übrigens eine vernünftige Sache (wenngleich ich lange gebraucht habe, mir das einzugestehen..), da er beiden Seiten gerecht werden kann. Vater und Kind können sich sehen, du läßt die "Zügel" nicht ganz aus der Hand.

Verlaufen die Treffen gut, dann hast Du den richtigen Weg eingeschlagen (sei ehrlich zu Dir, denn Deinem Kind darfst du diese Treffen nicht verwehren, oder?)

Und falls der Vater die Kontakte nicht regelmäßig einhält und sich die Treffen deswegen nicht positiv für das Kind entwickeln, dann kann man immer noch versuchen, die Karten neu zu mischen...

Denn Du darfst einen Fehler nicht begehen: wenn das JA den Eindruck gewinnt, daß Du Dich gegen die Treffen wehrst, dann hast Du denkbar schlechte Karten in der Hand, denn Gerichte und somit auch das JA werden immer versuchen, dem Vater zu seinem (ggf. vermeintlichen) Recht zu verhelfen...

Ich hoffe, daß Du Dir aus diesem Redeschwall etwas nützliches hast heraussuchen können,
und wünsche Euch alles Gute auf Eurem weiteren Weg.

Leonie ;-) [addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

7

Mittwoch, 26. April 2006, 12:46

RE: Neuer Mann in meinem Leben

Meine Tochter war 1 Jahr alt, als ihr Vater und ich uns trennten. Wir fanden im Zuge der Scheidung folgende Lösung: Da der Vater im gleichen Ort wohnt, Umgang einmal monatlich Sa u. So ohne Übernachtung (dafür war das Kind noch zu klein), zusätzlich an jedem zweiten Feiertag (damit das Kind nicht jeden Feiertag fort ist). Urlaubsregelung sollte auf Grund des Kindesalters später festgelegt werden.

Anfangs lief das einwandfrei. Wir alle haben uns wohlgefühlt: Das Kind, weil es beim Vati sein konnte, der Vater, weil er sein Kind sehen konnte, und auch ich als Mutter, weil ich planbar Dinge unternehmen konnte, ohne das ?Kind am Bein? zu haben (Bsp. Fensterputz oder Saunagang mit einer Freundin). Seit dem 10. Geburtstag nimmt der Vater sein Umgangsrecht nicht mehr wahr. Das macht das Kind sehr traurig.

Deshalb meine Meinung: Umgangsrecht ist wichtig für die Kinder. Dabei sind feste Regelungen sehr wichtig, um bei Nichteinhaltung zusammen mit dem JA oder anderen Instanzen dagegen vorgehen zu können. Alles andere regelt sich später ohne Gericht und Aufregung von selbst. Und so ein paar ?kinderfreie Tage?, noch dazu planbar, sind etwas ganz Feines für die Mutter, die ja nun an allen Stellen allround sein muss. So braucht man sich nicht unnütz aufreiben und kann die Kraft lieber seinem Kind schenken.

Das Sorgerecht ist jedoch eine andere Sache. Da ist aus vielerlei Gründen das alleinige Sorgerecht besser, aber das ist ein anderes Thema.

aniella44

Anfänger

Beiträge: 1

8

Sonntag, 30. April 2006, 01:47

RE: Neuer Mann in meinem Leben

liebe michaela,

auch wenn ich verstehen kann, dass der wunsch des vaters deiner kleinen tochter für dich wie aus heiterm himmel kommt, seh die positive seite daran. natürlich muss gewährleistet sein, dass es keine eintagsfliege wird. denn das wäre für deine tochter sehr bitter. andererseits ist es für jedes kind sehr wichtig zu wissen, dass sich die mama und der papa um das kind gekümmert haben. wenn es für das kind nicht gefährlich ist, würde ich mir hilfe holen, um das prozedere mit jugendamt gelassener durchstehen zu können. die beratungsstellen der kirchen sind oft eine sehr kompentente und kostengünstige möglichkeit. wie eine der "vorschreiberinnen" denke ich auch, dass ein rechtsanwalt viel geld kostet und sich diese ganzen gefühlsdinge sowieso nicht mit juristischen dingen klären lassen. (ausgenommen natürlich unterhaltsfragen oder wenn das kindeswohl gefährdet ist). aber grundsätzlich würde ich erst mal so denken: deine tochter gewinnt in erster linie dazu. sie verliert weder deine liebe noch die zuneigung zu deinem partner, sondern sie gewinnt die gewissheit, dass ihr leiblicher vater an ihr interesse hat. und das ist so etwas wertvolles, dass man da schon über manche alte schatten springen sollte.
ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch, aber wie jemand schon schrieb, haben vater und tochter eh ein recht auf kontakt und umgang und es gibt doch regelungen, dass alle seiten davon profitieren. ich wünsche dir sehr, dass dies für euch alle fünf so ausgeht, dass es jedem von euch gut damit geht.
lg angela[addsig]