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Saskia

Anfänger

Beiträge: 1

1

Sonntag, 20. Februar 2005, 08:42

Kinderrechte

Das Recht auf gewaltfreie Erziehung
Karl Späth


"Die Würde des Menschen ist unverletzlich", so lautet Artikel 1 unserer Verfassung, und dieser gilt für Erwachsene wie für Kinder gleichermaßen. Untersuchungen und Alltagserfahrungen belegen jedoch, dass mehr als die Hälfte aller Kinder gelegentlich oder regelmäßig geschlagen werden, und zwar von ihren Eltern, Großeltern, älteren Geschwistern oder dem Freund oder der Freundin ihrer Mutter oder ihres Vaters. Dabei sind Ohrfeigen und Schläge nur eine Form der Gewaltanwendung in der Erziehung. Denn neben körperlichen Bestrafungen müssen viele Kinder seelische Verletzungen in Form von beleidigenden Beschimpfungen, Demütigungen, Missachtung und Vernachlässigung erdulden. All dies ist mit dem Grundrecht jedes Kindes auf Respektierung seiner Persönlichkeit nicht vereinbar. Außerdem erlernen die betroffenen Kinder dadurch Verhaltensweisen, die einen Teufelskreis von Gewalt und Unterdrückung auslösen sowie ein friedliches und partnerschaftliches Zusammenleben in der Familie und der Gesellschaft erschweren.

Die Verantwortung des Staates
Spätestens seit der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen im Jahr 1989 besteht für all die Länder, die diese Konvention unterzeichnet haben - die Bundesrepublik Deutschland gehört seit 1992 dazu -, Handlungsbedarf. Denn sie haben sich verpflichtet, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Kinder vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung zu schützen.

Was aber kann ein Staat zum Schutz von Kindern tun? Er kann zum einen klare und eindeutige gesetzliche Regelungen schaffen, die für jedermann, also Erwachsene und Minderjährige, verständlich sind und eine Orientierung für ihr Handeln geben. Und er kann zum anderen dafür Sorge tragen, dass all die Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt werden, die notwendig und erforderlich sind, um die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis Wirklichkeit werden zu lassen. Das erstere, die Schaffung einer vernünftigen gesetzlichen Regelung, ist nach langwierigen Beratungen seit November 2000 geschafft. Die Bereitstellung der erforderlichen Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern muss noch realisiert werden.


Das Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ So lautet jetzt der Paragraph 1631 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuch. Damit werden sowohl die Kinder selbst als auch die Erwachsenen direkt angesprochen. Allen Kindern wird ein Recht auf die Erfahrung eingeräumt, dass ein Zusammenleben in der Familie auch in Konfliktsituationen ohne Gewaltanwendung möglich ist. Alle Erwachsenen werden verpflichtet, ihre erzieherische Verantwortung, also ihre Erziehungspflicht und ihr Erziehungsrecht, ohne den Einsatz von Gewalt wahrzunehmen und zu erfüllen. Was im Kindergarten, in der Schule und der Berufsausbildung schon lange gilt sowie sich bewährt und weitgehend durchgesetzt hat, gilt nun ohne Einschränkung überall dort, wo Kinder erzogen werden - also auch in der Familie. Damit werden an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und alle übrigen Erziehungsberechtigten bei der Erziehung von Kindern dieselben Ansprüche gestellt, was das Verständnis füreinander und die Bereitschaft zur gegenseitigen Beratung und Unterstützung hoffentlich beflügeln wird.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Rechtsfragen/s_125.html

Hier gefunden. Aber das ist uns ja allen klar. ;-)

Saskia
[addsig]

Beiträge: 1

2

Sonntag, 20. Februar 2005, 17:09

RE: Kinderrechte

auch das ist ein spiegel der gesellschaft, ein armutszeugnis für dieses land.

das per gesetz angeordnet werden muss wie wir uns in einer gemeinschaft zu vehalten haben.
einerseits fühlen sich alle immer und überall bevormundet, andererseits werden anscheinend die simpelsten kategorien des zusammenlebens nicht mehr verinnerlicht/eingehalten.

traurig, das man per gesetz einigen vorschreiben muss, wie sie sich zu verhalten haben (die sind ein teil unserer jetzigen gesellschaft). und die wiederum halten einen teil unserer zukunft in den händen.

ich hab den artikel - von dem ich schon lange wusste - erst heute ganz bewusst ein paar mal hintereinander gelesen. und mich gefragt wie tief man sinken muss, das man gegen diese "gesetze" verstösst. in unser heute doch so aufgeklärten und weltgewandten art schaffen wir es nicht mehr, grundsätzliches von allein und ohne vorschrift zu erfüllen.

wir sind worldwide und multitasking-fähig, wir verfolgen politische machtkämpfe bis in den letzten winkel dieser erde, wir fliegen zu den sternen und hinterlassen dort botschaften für fremde spezies, wir fühlen uns gross und aufgeklärt wie nie zuvor. anscheinend haben wir bei unserem ganzen engagement aber das eigene leben verlernt.

andrea[addsig]

Saskia

Anfänger

Beiträge: 1

3

Sonntag, 20. Februar 2005, 19:30

RE: Kinderrechte

Ja Andrea

und der Gesetzgeber straft sich selbst Lügen.

Das sind die Grundrechte, die für jeden Menschen gelten sollten. Vielleicht denkt ja der ein oder andere mal nach, bevor er mit pauschalen Zitaten um sich wirft. Obwohl diese Menschen das kaum verstehen werden/wollen..... aber man soll ja nie die Hoffnung aufgeben.

Liebe Grüße

Saskia[addsig]

delphine0077

Anfänger

Beiträge: 1

4

Montag, 21. Februar 2005, 09:54

RE: Kinderrechte

Hallo
Das LEben für unsere KIddis wird erst berg auf gehen,wenn alle Eltern begriffen haben das ihre Kinder eine bereicherung sind und kein Eigentum.Denn die Eltern welche ihre KInder demütigen oder schlagen,die betrachten ihre Kinder als Eigentum.Und meinen deshalb können sie tun u lassen was sie wollen.Aber nicht nur die Täter selber auch die zuschaier müssen wach werden und dürfen nicht länger nur "fassungslos" zusehen wenn ein Kind im Supermarkt mal wieder ne ohrfeige bekommt.Da besteht sehr großer Handlungsbedarf von allen Seiten.
Ich bin echt frah meine Kindheit zu der Zeit genossen zu haben,wo man sich als KInd noch einigermaßen sicher sein konnte das man nicht geboren wurde,nur damit Mama u Papa sich nen schönes Haus bauen konnten,oder sich sonstiges von den Staatlichen geldern "die es für die kinder gab" was holen konnten.
Heut zu Tage gibt es in meinen Augen einige Familien ,wo ichmich frage wieso haben die KInder bekommen"wenn sie eh keine zeit haben ".Und dabei ist die mangelnde Zeit nicht auf die arbeit zu schieben,denn ich habe zumindest in meinen UMkreis rausgefunden ,das Eltern die Arbeiten genausoviel wenn auch mehr zeit mit ihren KIddis verbringen als Eltern die nicht arbeiten.Es gibt auch ausnahmen.
So nun aber was kann der Staat daran ändern?Außer da ein paar rechte für die KInder aufzustellen,die findet jeder gut,frag doch mal ein Elternteil welches grad vorher noch sein KInd geschlagen hat,was dieser davon halten würde wenn eltern strafrechtlich geahndet werden,wenn sie ihre Kinder schlagen.Als antwort bekommst du ja das ist richtig sowas macht man nicht,aber wehe dieses Elternteil soll selber für so eine Tat bestraft werden. Das problem ist,das es zuwenig Fälle gibt ,wo die schlagenden Eltern bestraft werden für ne ohrfeige.
Ich hab bis jetzt nur von einen fall gehört wo das Elternpaar ihren KInd ne entschädigung zahlen mußten wegen einer Ohrfeige.
Aber ansonsten kommt doch kein Amt raus wenn man den sagt das KInd hat ne Ohrfeige bekommen.Die rufen eventuell an u sagen den Eltern das das nicht ok ist,und das sie sich wenn hilfe holen können wegen der Erziehung.
Ich finde daran was zu ändern an den UMgang zwischen erwachsenen und kindern ist das wichtigste.
Denn erst wenn der umgang zwischen den Generationen stimmt,dann können wir das andere in die Hand nehmen.
Und würden meiner meinung nach dann auch nicht soweit unten bei der "Pisastudie sein"
Aber soweit denkt der Staat nicht,er will lieber erstmal jedem KInd das recht auf lernen ermöglichen,in dem es alle KIddis auf ganztagsschulen schickt.Und das sicher nicht nur damit die KInder ihr recht auf lernen bekommen,sondern auch damit beide Elternteile arbeiten können zumindest erstmal,bis ein müssen raus wird.Und die kiddis werden sich wie abgeschobenne vorkommen und ihren unmut wieder in den Schulnoten kundt tun,was noch die harmlose variante ist,denn auch in Gewalt der kinder steckt ne Botschaft.Aber soweit denken unsere Politiker nicht,erstmal müßen die Renten gesichert werden u falls die sketiker wieder willen doch recht haben,dann wird sich halt"wenn der karren schon im dreck ist"an einem Tisch gesetzt.
Naja ist traurig aber wahr.
Vielleicht war es ein fehler von der Menschheit zivilisiert zu werden,hätten vielleicht nur mir den "zehn geboten " besser da gestanden.
Wer weiß das schon?
Gruß delphine[addsig]