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Gorgonin

Anfänger

Beiträge: 1

1

Freitag, 27. Februar 2009, 07:18

Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Hallo zusammen,
mein Sohn ist 13 Jahre alt und mag nicht lesen.

Ob er Leghastheniker ist, wei?? ich nicht genau. Ich habe mit ihm eine mehrj?¤hrige Therapie gemacht, weil er ADS(hypoton)ler und Leghastheniker sein soll laut Tests von vor 5 Jahren.Hat leider nicht viel gebracht ausser unser Geld zu fressen.

Seine Rechtschreibung ist katastrophal. Er geht in die 8. Klasse, Hauptschule und hat in den anderen F?¤chern recht gute Leistungen.

Hat hier jemand Kinder, die clever aber faul sind, Schwierigkeiten mit Lesen und Schreiben haben ?
Wie konntet ihr euren Kindern helfen? :-? [addsig]

Minniemaus29

Anfänger

Beiträge: 1

2

Freitag, 27. Februar 2009, 17:50

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Hallo Gorgonin,

meine "Maus" (11)hat ?¤hnlich wie dein Sohn mit einer miserablen Rechtschreibung bereits seit der Grundschule zu k?¤mpfen, aber sie ist kein "wirklicher" Legastheniker und liest h??chst ungern...

Aber seit sie die weiterf??hrende Schule besucht, hat sich ihre Deutschnote entschieden verbessert, weil sie sich auf andere Weise im Unterricht "einbringt" als wie nur auf Rechtschreib- und Lesebasis....

es ist f??r meine Tochter in jedem Fall wichtig, dass ich sie immer wieder ans "Lesen" bekomme, damit es nicht komplett verk??mmert. Da B??cher ein absoluter Graus f??r sie sind, nehme ich Dinge aus dem Alltag, die sie mir dann schon mal vorlesen muss, wie z.B. Fernsehprogramm, beim Einkaufen - Einkaufszettel schreiben, Wunschlisten schreiben, Bedienungsanleitungen; Kochanleitungen usw. lesen.
(meine Ausrede ist meistens, dass ich grade nicht meine Brille greifbar habe :-D )

Sie ist zudem ein sehr kreativer Mensch, der gerne am Computer Einladungskarten oder Gutscheine entwirft. Logischerweise braucht sie dort auch "Geschriebenes" .

Das Office-Programm "Word" mit Rechtschreibpr??fung ist da recht hilfreich....ich lasse sie schreiben und sobald W??rter mit einer roten Wellenlinie auftauchen muss sie herausfinden was verkehrt geschrieben ist....

Auch ihr Handy wird zum Schreiben und Lesen herangezogen: sie darf mich auf der Arbeit nicht anrufen, sondern schickt mir SMS....das trainiert auch das Schreiben... ;-)

Ganz wird sie wohl nie perfekt die Rechtschreibung beherrschen, aber sie ist auf dem Weg sich zu verbessern....und ich akzeptiere und respektiere daf??r all ihre Qualit?¤ten in ihrer Gesamtheit, damit sie nicht ihr Selbstvertrauen verliert, denn die meisten Kinder mit Rechtschreibproblemen verzweifeln am meisten an sich selber...

LG
die Minniemaus[addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

3

Samstag, 28. Februar 2009, 14:04

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Dazu meine Meinung als Vater zweier lesender Töchter und -ich trau es mich kaum zu sagen- als Lehrer:
a) bei meinen Töchtern wurde das Lesen zunächst ohne Erfolg gefördert, und plötzlich kam der Durchbruch, bei der einen mit 8, bei der anderen mit 9 Jahren. Manchmal muss man eben Geduld haben, wie beim Sauberwerden ;-)
b) Lesen hat auch etwas mit Vorlesen und dem Vorbildverhalten der Eltern zu tun - wenn Ihr daran schon gedacht habt, bin ich sofort still ;-)
c) Vorsicht bei Instituten, die Geld von Euch bekommen! Lesen kann man auch Lernen, ohne Geld dafür auszugeben!
d) Minniemaus hat tolle Ideen, wenn wohl alle Eltern so konsequent wären ...
e) noch eine eher merkwürdige Erfahrung: vor Jahren hatte ich mal eine Russisch-AG, insbesondere ein (deutscher) Schüler schrieb besonders fein und sorgfältig, hatte ein tolles Schriftbild. Bei der Zeugniskonferenz wunderte sich die Klassenlehrerin: wie ich dazu käme, einem Kind, das fast Analphabet sei, auch noch eine andere Schrift beizubringen!?!!! Eine Vorlage der Hefte erschütterte uns: der Junge war in der 6. Klasse im deutschen fast Analphabet, bei mir schrieb er extrem ordentlich russisch als AG-Fremdsprache. Woran das wohl lag? Ich weiß es bis heute nicht, aber ich vermute, dass die "Schulexperimente" mit "Schreibe wie du sprichst" und ähnlichen rosarote-Wolken-Spielchen dahinterstecken... Grundschullehrer sind jetzt sicher empört, aber einige werden mir Recht geben...
LG, Klaus

Moni42

Anfänger

Beiträge: 0

4

Samstag, 28. Februar 2009, 16:20

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Zitat von »spirospero09«


a) bei meinen T??chtern wurde das Lesen zun?¤chst ohne Erfolg gef??rdert, und pl??tzlich kam der Durchbruch, bei der einen mit 8, bei der anderen mit 9 Jahren. Manchmal muss man eben Geduld haben, wie beim Sauberwerden ;-)

ich habe zwei Kinder, beide bekamen vorgelesen; wir lasen gemeinsam abwechselnd B??cher; B??cher waren fester Geschenkebestandteil -
unser Sohn liest gern und viel, lernt auch durchs Lesen problemlos; unsere Tochter liest ja, aber eher weniger......

Zitat von »spirospero09«


b) Lesen hat auch etwas mit Vorlesen und dem Vorbildverhalten der Eltern zu tun - wenn Ihr daran schon gedacht habt, bin ich sofort still ;-)

Beide Eltern lesen immer schon gern und auch viel.
Ich denke, dass auch ein wenig die Gene eine Rolle spielen.

Zitat von »spirospero09«


d) Minniemaus hat tolle Ideen, wenn wohl alle Eltern so konsequent w?¤ren ...

Ja, dass hat sie - lesen muss im Alltag stattfinden. Stra??enschilder, Werbung unterwegs - immer spielerisch, da ahaben alle sogar Spa?? dran.

Zitat von »spirospero09«


Ich wei?? es bis heute nicht, aber ich vermute, dass die "Schulexperimente" mit "Schreibe wie du sprichst" und ?¤hnlichen rosarote-Wolken-Spielchen dahinterstecken...
LG, Klaus


Ja, bei einer Freundin bekomme ich mit, dass die Kinder schreiben sollen wie sie sprechen. Nur wie sprechen heute die meisten? Achtet mal drauf, da fehlen nicht selten Laute oder Buchstaben in den W??rtern, weil nicht deutlich gesprochen wird und so schreiben die Kinder dann auch. Wen wundert es? Mich nicht!
[addsig]

specht

Anfänger

Beiträge: 1

5

Samstag, 28. Februar 2009, 19:51

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Da kann ich spirospero09 in Allem nur voll zustimmen. Manchmal kann das Erlernen einer Fremdsprache bei Lese-/Rechtschreibschw?¤che bzw. "Lesefaulheit" kleine Wunder bewirken. Wenn damit noch das Erlernen anderer Schriftzeichen verbunden ist, da staunt mancher. Сколько голов, столько умов. Не правда ли?
Gru?? vom Specht,
der seit Februar nicht mehr in den Chat reinkommt.[addsig]

Minniemaus29

Anfänger

Beiträge: 1

6

Sonntag, 1. März 2009, 20:07

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Zitat von »spirospero09«

::: Ich wei?? es bis heute nicht, aber ich vermute, dass die "Schulexperimente" mit "Schreibe wie du sprichst" und ?¤hnlichen rosarote-Wolken-Spielchen dahinterstecken... Grundschullehrer sind jetzt sicher emp??rt, aber einige werden mir Recht geben...
LG, Klaus


Auch ich kann ?¤hnliches best?¤tigen....bei meiner ?¤lterern Tochter wurde zur Einschulung die neue Rechtschreibreform eingef??hrt, und bei meiner hier genannten j??ngeren Tochter war es so, dass sie zuerst die Druck- und dann die Schreibschrift erlernt hat, so dass oftmals gerade in der Druckschrift die komplette Zeile im Heft wie ein geschriebenes Wort erschien ohne L??cken zwischen den einzelnen Worten und wirklich so geschrieben wie "geh??rt"....mit "dat", "wat", "nich", "kommse" etc....wie der Niederrheinische nun mal "schpricht" ;-)

Zus?¤tzlich ist bei "M?¤uschen" durch den Vater meiner T??chter auch noch ein wenig "Rechtschreibschw?¤che" vererbt.....also insgesamt optimale "Voraussetzungen" f??r Deutschprobleme...

Deshalb kann ich mich nur noch mal wiederholen....Deutschschw?¤che hin oder her....spielerisch und ohne gro??es Aufsehen immer wieder "animieren", loben und auch die leichterfallenden Qualit?¤ten der Kinder respektieren und auch "f??rdern".....

LG
Minniemaus[addsig]

Minniemaus29

Anfänger

Beiträge: 1

7

Sonntag, 1. März 2009, 20:09

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Zitat von »spirospero09«

::: Ich wei?? es bis heute nicht, aber ich vermute, dass die "Schulexperimente" mit "Schreibe wie du sprichst" und ?¤hnlichen rosarote-Wolken-Spielchen dahinterstecken... Grundschullehrer sind jetzt sicher emp??rt, aber einige werden mir Recht geben...
LG, Klaus


Auch ich kann ?¤hnliches best?¤tigen....bei meiner ?¤lterern Tochter wurde zur Einschulung die neue Rechtschreibreform eingef??hrt, und bei meiner hier genannten j??ngeren Tochter war es so, dass sie zuerst die Druck- und dann die Schreibschrift erlernt hat, so dass oftmals gerade in der Druckschrift die komplette Zeile im Heft wie ein geschriebenes Wort erschien ohne L??cken zwischen den einzelnen Worten und wirklich so geschrieben wie "geh??rt"....mit "dat", "wat", "nich", "kommse" etc....wie der Niederrheinische nun mal "schpricht" ;-)

Zus?¤tzlich ist bei "M?¤uschen" durch den Vater meiner T??chter auch noch ein wenig "Rechtschreibschw?¤che" vererbt.....also insgesamt optimale "Voraussetzungen" f??r Deutschprobleme...

Deshalb kann ich mich nur noch mal wiederholen....Deutschschw?¤che hin oder her....spielerisch und ohne gro??es Aufsehen immer wieder "animieren", loben und auch die leichterfallenden Qualit?¤ten der Kinder respektieren und auch "f??rdern".....

LG
Minniemaus[addsig]

Gorgonin

Anfänger

Beiträge: 1

8

Mittwoch, 4. März 2009, 08:49

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Also am Vorlesen lags bei uns nicht, ich bin Leseratte und habe wohl eher zuviel vorgelesen.
Habe auch viele B??cher gekauft mit wenig Text und Bilderg?¤nzungen, damit wir auch abwechselnd lesen k??nnen im Grundschulalter. Die Situation des Vorlesens, das Kuscheln und Zusammensitzen haben wir immer sehr genossen, egal in welchem Alter, nur lesen wollte er halt nicht.

Lesen wie man spricht gabs bei uns nicht, hier war das einzelne Buchstaben zusammenziehen modern. F??rchterlich. FFF??????rrrchteeerrrliiich! So hat er dann auch gelesen. Eine Arbeitskollegin hat mir Deutschmaterial ihrer Tochter kopiert, die haben mit Silben lesen gelernt. In den Osterferien haben wir das t?¤glich einige Minuten gemacht, zus?¤tzlich habe ich im Deutschbuch mit Bleistift Silbentrennstriche gezogen. Dadurch konnte er f??r fremde Ohren verst?¤ndlich lesen.

Minniemaus, deine Tipps sind klasse. Lesen im Alltag machen wir auch (Ortsschilder beim Autofahren weil ich ja so orientierungslos bin), Backmischung und Rezepte im Teamwork weil ich nicht gleichzeitig lesen und r??hren kann...
Den Tipp mit der Brille finde ich gut, ich brauch n?¤mlich auch langsam eine.

Im Moment mu?? mein Sohn mir Geschichten vorlesen. Bis zu den Osterferien t?¤glich, um zu sehen ob es etwas hilft. Er hat sich nicht einmal gro?? gewehrt, das hat mich schon gewundert. Ein bi??chen st??hnen, dann geht´s auf´s Sofa und ich kann verstehen, warum er fr??her immer "noch eine Geschichte, bitte,bitte..." rausschlagen wollte. Ob das nun richtig ist mit Zwang zu lesen, ich wei?? es nicht. Aber ich habe Angst, dass es von allein nicht besser wird. Und gar nix machen, einfach laufen lassen... N??. Immer mal wieder f??r eine Zeitlang ist ok, zum Testen was passiert. Aber da nix passierte, brauch ich Ideen.

Handy mit SMS schreiben war nur ganz kurz interessant, jetzt sagt er, er braucht das Handy eigentlich nicht, liegt eh nur rum.
Gebrauchsanleitung lesen w?¤hrend ich die H?¤nde voll mit Kn??ppen vom neuen Ger?¤t habe: "Mama, lass uns die Pl?¤tze tauschen. Du kannst viel besser lesen und ich brauche die Anleitung gar nicht!" So und ?¤hnlich l?¤uft es oft bei uns. Da bleibt mir manchmal der Mund offen stehen, die Spr??che sind schon gut.

Minniemaus, wo ich dir voll zustimme, das Selbstvertrauen der Kinder mit Leseschw?¤che ist stark angeknackst. Mir hat mein Sohn nicht geglaubt, als ich sagte er sei nicht dumm. Er meinte, das sagen M??tter immer. Daf??r habe ich die teure Therapie zahlen m??ssen, bei der haben sie ihm eingetrichtert, dass er clever ist. Deshalb hat es sich f??r mich auch gelohnt, weil er zumindest sich nicht mehr als Idiot f??hlt. Parallel dazu haben sich seine Leistungen in den anderen F?¤chern verbessert. Bis zu Einsern in Mathe.

Fremdsprachengenie wird er wohl nicht, Englisch ist ein Graus. Vokabeln m??ndlich lernen geht locker, Schreibweise eintrichtern fast unm??glich.

Klaus, lesen lernen ohne daf??r zu zahlen h??rt sich gut an. Hab ich selbst und Milliarden andere auch geschafft. Als Lehrer bist du doch Fachmann, hast du denn eine gute Idee? Welche Altersstufe unterichtest du? Kriegt man als Lehrer nicht vielleicht einen Einblick, womit man Kinder motivieren oder interessieren kann?

LG
Gorgonin


[addsig]

Gorgonin

Anfänger

Beiträge: 1

9

Mittwoch, 4. März 2009, 08:52

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Also am Vorlesen lags bei uns nicht, ich bin Leseratte und habe wohl eher zuviel vorgelesen.
Habe auch viele B??cher gekauft mit wenig Text und Bilderg?¤nzungen, damit wir auch abwechselnd lesen k??nnen im Grundschulalter. Die Situation des Vorlesens, das Kuscheln und Zusammensitzen haben wir immer sehr genossen, egal in welchem Alter, nur lesen wollte er halt nicht.

Lesen wie man spricht gabs bei uns nicht, hier war das einzelne Buchstaben zusammenziehen modern. F??rchterlich. FFF??????rrrchteeerrrliiich! So hat er dann auch gelesen. Eine Arbeitskollegin hat mir Deutschmaterial ihrer Tochter kopiert, die haben mit Silben lesen gelernt. In den Osterferien haben wir das t?¤glich einige Minuten gemacht, zus?¤tzlich habe ich im Deutschbuch mit Bleistift Silbentrennstriche gezogen. Dadurch konnte er f??r fremde Ohren verst?¤ndlich lesen.

Minniemaus, deine Tipps sind klasse. Lesen im Alltag machen wir auch (Ortsschilder beim Autofahren weil ich ja so orientierungslos bin), Backmischung und Rezepte im Teamwork weil ich nicht gleichzeitig lesen und r??hren kann...
Den Tipp mit der Brille finde ich gut, ich brauch n?¤mlich auch langsam eine.

Im Moment mu?? mein Sohn mir Geschichten vorlesen. Bis zu den Osterferien t?¤glich, um zu sehen ob es etwas hilft. Er hat sich nicht einmal gro?? gewehrt, das hat mich schon gewundert. Ein bi??chen st??hnen, dann geht´s auf´s Sofa und ich kann verstehen, warum er fr??her immer "noch eine Geschichte, bitte,bitte..." rausschlagen wollte. Ob das nun richtig ist mit Zwang zu lesen, ich wei?? es nicht. Aber ich habe Angst, dass es von allein nicht besser wird. Und gar nix machen, einfach laufen lassen... N??. Immer mal wieder f??r eine Zeitlang ist ok, zum Testen was passiert. Aber da nix passierte, brauch ich Ideen.

Handy mit SMS schreiben war nur ganz kurz interessant, jetzt sagt er, er braucht das Handy eigentlich nicht, liegt eh nur rum.
Gebrauchsanleitung lesen w?¤hrend ich die H?¤nde voll mit Kn??ppen vom neuen Ger?¤t habe: "Mama, lass uns die Pl?¤tze tauschen. Du kannst viel besser lesen und ich brauche die Anleitung gar nicht!" So und ?¤hnlich l?¤uft es oft bei uns. Da bleibt mir manchmal der Mund offen stehen, die Spr??che sind schon gut.

Minniemaus, wo ich dir voll zustimme, das Selbstvertrauen der Kinder mit Leseschw?¤che ist stark angeknackst. Mir hat mein Sohn nicht geglaubt, als ich sagte er sei nicht dumm. Er meinte, das sagen M??tter immer. Daf??r habe ich die teure Therapie zahlen m??ssen, bei der haben sie ihm eingetrichtert, dass er clever ist. Deshalb hat es sich f??r mich auch gelohnt, weil er zumindest sich nicht mehr als Idiot f??hlt. Parallel dazu haben sich seine Leistungen in den anderen F?¤chern verbessert. Bis zu Einsern in Mathe.

Fremdsprachengenie wird er wohl nicht, Englisch ist ein Graus. Vokabeln m??ndlich lernen geht locker, Schreibweise eintrichtern fast unm??glich.

Klaus, lesen lernen ohne daf??r zu zahlen h??rt sich gut an. Hab ich selbst und Milliarden andere auch geschafft. Als Lehrer bist du doch Fachmann, hast du denn eine gute Idee? Welche Altersstufe unterichtest du? Kriegt man als Lehrer nicht vielleicht einen Einblick, womit man Kinder motivieren oder interessieren kann?

LG
Gorgonin


[addsig]

Gorgonin

Anfänger

Beiträge: 1

10

Mittwoch, 4. März 2009, 08:57

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Entschuldigung, erst gings nicht, dann kam der Beitrag doppelt.

Specht, ich kann leider weder Russisch noch Griechisch und in der Hauptschule wirds auch nicht angeboten.
Aber alle Arten von Geheimschrift, Codes, alles was nicht jeder sosort entziffern kann ist auch bei meinem Junior interessant. Vielleicht weil man sich damit als etwas Besonderes auszeichnet, etwas kann was nicht selbstverst?¤ndlich ist.
[addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

11

Mittwoch, 4. März 2009, 19:30

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Liebe Gorgonin (was für ein dramtischer Name ;-) ) , ich unterrichte Schüler von Klasse 5 bis 13 an einer Gesamtschule mit sozialem Brennpunkt, das heißt in der Praxis, die Kids sind von 10 bis 22 Jahre alt ;-) Einige haben sogar kurz vor dem Abitur noch Leseprobleme, einige gehen vorher ab. Einige gehen in die Klasse 9P wie praktisch, da haben sie eine Mini-Ausbildung in D/M/E und schon mehrere Tage pro Woche Kontakt zur (einfachen) Berufswelt, erhalten mit Mühe nach 10 oder mehr Schulbesuchsjahren den Hauptschulabschluss Klasse 9 oder gar keinen Abschluss. :-O Dein Sohn scheint doch vernünftig zu sein. Schildere ihm doch einmal seine mögliche weitere "Karriere" , vielleicht schätzt er dann deine Bemühungen mehr... :roll: und macht vielleicht selber Vorschläge, wie ser seine Situation verbessern kann. :-)

Gast

unregistriert

Gäste

12

Mittwoch, 4. März 2009, 19:36

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

... Aber alle Arten von Geheimschrift, Codes, alles was nicht jeder sosort entziffern kann ist auch bei meinem Junior interessant. ...
Das ist doch der Beweis für die These! ;-) Dein Sohn hat einfach einen falschen Zugang zur Schrift erhalten; dort wo der Zugang nicht verbaut ist, klappt es! Vielleicht gab es auch schlechte Erfahrungen im ersten Schuljahr? Dann sind wir sozusagen schon in der Psychoanalyse... :-O

Gorgonin

Anfänger

Beiträge: 1

13

Donnerstag, 5. März 2009, 08:22

RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre

Moin Spirospero,
ja, Gorgonin ist dramatisch, so f??hlte ich mich grad, als ich den Namen aussuchte ;-)

Der Zugang zur Schrift... war auf jeden Fall eine Katastrophe. Ob verbaut oder wie auch immer. Psychoanalyse haben die Psychologen schon genug betrieben, man selbst ??berlegt ja auch st?¤ndig was man falsch gemacht hat oder verbessern mu??.

Den m??glichen beruflichen Werdegang besprechen wir schon ab und zu. Mein Junior w??rde am liebsten Pyrotechniker werden! Dummerweise hat er nicht mal Chemie auf der Hauptschule. Und lesen und schreiben sollte er daf??r auch k??nnen.
Wenn er dar??ber nachdenkt, was er mit seinen F?¤higkeiten anfangen k??nnte, ist er verzweifelt, er hat auch gar keine Ideen, wie man etwas ?¤ndern k??nnte. Er sagt, wenn er w????te, wie man lesen lernt und Spa?? an B??chern finden kann, h?¤tte er es doch schon l?¤ngst getan.
Naja, egal was kommt, handwerkliche Dinge sind nix f??r ihn und er wird wohl weiter sich durchbei??en m??ssen. Manchmal w??nsche ich mir, dass er sitzen bleibt. Er ist der J??ngste in der Klasse und geh??rt noch in manchen Dinge auf die Weide.
Ich versuche ihm klarzumachen, dass er sich endlich selbst aufraffen mu?? und selbst lesen mu??. Ich kann ihn zwingen etwas zu lesen, aber nur eine Zeitlang. Irgendwann mu?? es doch klicken :-O

Ob vern??nftig sein allein schon reicht... Wenn ich im Fernsehen die Kiddies sehe mit schlimmen Problemen, da denke ich oft, was haben wir es gut. Aber die Tatsache, dass es anderen schlechter geht, verschafft einem auch keinen Job.
Ich k?¤mpfe mich selber durch, jeden Tag wieder. Das macht schon Angst, weil ich das Gef??hl habe als Mutter die Vorraussetzung schaffen zu m??ssen f??r die Zukunft meines Kindes. Aber mit Krampf geht auch nix und da steh ich wieder am Anfang.

Demn?¤chst soll er sich einen Praktikumsplatz suchen. Mit 13. Vielleicht steht ja jemand auf ne Bewerbung in Geheimschrift ;-) [addsig]