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1

Dienstag, 23. August 2005, 10:59

Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Hallo an alle. Ich habe folgendes Problem, wo ich nun wirklich nicht mehr weiß, was ich machen soll.Meine Tochter wird 18 Monate alt, Vater und ich leben seit 4 Monaten getrennt. Entgegen aller empfehlungen(die man so psychologisch nachlesen kann)wollte der Vater keinen Umgang 2 mal wöchentlich, sondern jedes 2 WE von Samstags bis Sonntags.Was blieb mir anderes übrig, ausser dem zuzustimmen?Zwischenzeitlich kümmert er sich in keinsterlei Weise, im Juli nahm er sie sogar nu 1 einziges mal.
Nun ist es so, das ich aus Erfahrung(ist mein 3. Kind, sein erstes)weiß, das man bestimmte Dinge dem Kind heute prima vermitteln(erziehen) kann, ohne das es großarti Stress gibt, wenn sich immer dran gehalten wird, und man später nicht wenn das Kind älter ist, Probleme hat, dem Kind es anders beizubringen. Also mein Prinzip liegt so, das ein Kleinkind es schwerer begreift, warum es heute etwas darf, mit 3 Jahren auf einmal nicht mehr, als wenn von Anfang an auf bestimmte Sachen direkt geachtet wird.
Der Vater jedoch meint, man bräuchte in dem Alter keine Kinder erziehen, es sei ja noch ein Kind(wir reden hier von gewissen "kleinen" Essmanieren.....und ob das Kind auf dem Sofa rumturnen darf oder nicht).....Der Alltag mit kleinen Kindern sieht nun mal anders aus, als ein WE. Jedoch ist es nun so, das, wenn die kleine Sonntags wieder kommt, sie hier wieder alle Grenzen neu austestet. 2 Tage lang bedeutet das für mich der blanke Horror, mit Gebrüll und Geschrei......danach hat es sich hier wieder eingependelt, und alles läuft normal.

Ich habe aber ehrlich gesagt keine Lust und auch keine Nerven, ständig dieses hick hack.......zumal der Vater wünscht, das jedes 2 WE wo die kleine nicht bei Vater ist, zu seinen Eltern geht. Klasse......da wird sie noch mehr verwöhnt....ist ja klar.
Ich denke, das alles kann so doch nicht funktionieren, und auch nicht gut für die kleine sein. Gespräche mit Mediatoren lehnt der Vater ab.....es ist kein rankommen an ihn.

Was soll ich nur tun?????

Mir ist klar, das Kinder an Vaterwochenenden verwöhnt werden, soll ja auch so bleiben, aber wo ich Grenzen setze und abstecke, sehe ich es gerade in diesem Alter als unbedingt notwendig, das da eine Linie gefahren wird.....

Gast

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Gäste

2

Dienstag, 23. August 2005, 13:13

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Hallo Gästin,

jeder muss seine eigenen Erfahrungen in der Erziehung machen. Euer Kind wird auch mit der Zeit lernen mit Euren unterschiedlichen Erziehungsmaßstäben umzugehen. Klar wäre es wünschenswert, dass man ungefähr dieselbe Linie fährt, aber was sind wir als Eltern, Großeltern? Unterschiedliche Persönlichkeiten, jeder mit seiner eigenen Geschichte, Lebenserfahrung und Erziehungsvorstellung, das spüren auch die Kinder und lernen durch uns auch verschiedene Auffassungen, Lebensstile kennen. Solange die Absichten nicht kriminell sind, ist auch nichts dagegen zu sagen. Für Dich ist es ungemein schwer, da Du den Alltagsjoker gezogen hast. Für den Vater ist es aber auch nicht einfach, er hat den Wochenendjoker gezogen. Bei Euch ist es durch die Trennung bedingt nicht unbedingt einfacher geworden, was Gemeinsamkeiten angeht. Doch "Du schaffst das". Setz Dir Deine Prioritäten, bleibe bei dem, was Du für richtig hälst und habe keine Angst, dadurch zeigst Du Deinem Kind eine Welt.
Alles Gute unbekannterweise für Euch
Gabriela

refa

Anfänger

Beiträge: 1

3

Dienstag, 23. August 2005, 21:08

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

hallo,
ergaenzend zu gabriela die nach meinen geschmack folgerichtig geantwortet hat, waere zu ueberlegen, ob der vater nicht doch irgendwie dazu zu bewegen ist das kind in kuerzeren abstaenden zu sehen.
Dieses sogenannte trotzverhalten was oft von eltern beschrieben wird, hat nun meistens nichts mit dem verhaeltnis Umgangselternteil und kind zu tun, sondern oft mit dem verhaeltniss der eltern zueinander.
Meisst spiegelt sich im verhalten auch nur die verunsicherung des kindes wieder. Entweder durch eine nicht kindgerechte uebergabe, nicht kindgerechte verabschiedung bzw wie hier vielleicht zu lange fuer das kind nicht ueberschaubare umgangskontakte.
Wenn eine woche der kinderladen zu hatte, sind meine kids am ersten tag auch ausser rand und band. ich habe noch nie gehoert, dass die erzieherinnen der meinung waren wir wuerden die lieben kleinen mit unserem erziehungstielen verwoehnen.

gruss refa[addsig]

Gast

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4

Mittwoch, 24. August 2005, 06:42

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Es geht ja darum, das die kleine in einem Alter ist, in der sie ihren Willen durchsetzen will, und ihr Grenzen gesteckt werden müssen.Was eigentlich ja auch gut klappt, klar mit erstmaligen Gebrüll etc........Und nach dem Umgangswe fange ich wieder von vorne an.Ich muß ihr wieder beibringen, an den Herdknöpfen nicht zu drehen etc.......Und nun will Vater ja, das die kleine jedes 2. WE zu seinen Eltern geht, und die anderen WE zu ihn. Bedeutet für mich.....Montags u. Dienstags stress.......die restlichen 3 Tage normal, dann ist sie 2 Tage weg.......wo es alle lustig finden, das sie an Herdknöpfen spielt, das Brot durch die Gegend wirft, statt es zu essen etc.......und ich fange dann Montags wieder an mit Stress.

Das kann es doch nicht sein...aber nun ja, ihr meint, das es so richtig ist, und somit werde ich es wohl hinnehmen müssen, und mir auf meiner Nase rumtanzen lassen:-(

Saskia

Anfänger

Beiträge: 1

5

Mittwoch, 24. August 2005, 07:35

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Nene,

ich will mich nicht weiter da reinhängen aber ersteinmal setzt du ja die Werte......

Dann ist es nicht üblich dass Kinder jedes WE aushäusig sind und schon gar nicht abwechselnd bei Vater und Großeltern. Üblich in dem Alter wäre wohl eher dass der Vater das Kind zwichen den 2 Wochen nochmal sieht.

Was wohl richtig ist dass immer gesagt wird "was beim Umgang passiert ist Sache des Umgansberchtigten" ausser es gefährdet das Kindeswohl..... Somit denke ich es wäre sinnvoll wenn du schaun würdest ob es eine Möglichkeit gibt den Vater zu einer Beratung mitzunehmen, damit es im Sinne des Kindes ein miteinander gibt.

Viele Grüße
Saskia


Eine Name oder nickname unter einem Posting wäre fein.[addsig]

Gast

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6

Mittwoch, 24. August 2005, 07:48

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Der Vater läßt sich aber auf nichts ein.....keine Beratung(eine hat stattgefunden, wo ihm nahegelegt wurde, sich auch zwischen den WE mal sehen zu lassen, wegen des jungen Alters)...nur so, wie er es will.Es ist ja auch durchaus nicht üblich, das Kinder in dem Alter über Nacht weg bleiben, es wird empfohlen, lieber kurze, aber dafür häufigeren Umgang. Aber Vater will nur jedes 2 WE......und anders gar nicht.
Er ist da völlig egoistisch und absolut kompromißlos.

Gast

unregistriert

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7

Mittwoch, 24. August 2005, 12:23

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Hi,

ich als Mama würde auf alle zwei Wochenenden mit meinem Kind zu verbringen an deiner Stelle nicht verzichten. Wenn er die Großeltern einbeziehen möchte, schön, aber an seinen Wochenenden, deine Eltern sind ja wahrscheinlich auch noch da und Tanten, Onkels, und was auch immer.

Das Problem mit den unterschiedlichen Erziehungen und /oder Ansichten bleibt egal in welchem Alter sie sind................ich bleibe hier konsequent und wie früher bei Oma macht es anders, gebe ich klar zu verstehen Oma ist Oma, Papa ist Papa und Mama ist Mama und habe es gelernt mich nicht aufzuregen bei "Angriffen" sondern keine Reaktion zu zeigen, Es läßt ein wenig nach...........

Wünsche dir viel Kraft, der Weg scheint manchmal endlos, aber mittlerweile ist ein Ende in Sicht..............

LG
Moni

Gast

unregistriert

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8

Mittwoch, 24. August 2005, 18:56

RE: Vater arbeitet konstruktiv gegen die Erziehung

Hallo Gästin,

diese Traurigkeit kommt bei mir total an. Und ich weiß es gibt kein Mittel dagegen, die Heilung bewirkt die Zeit.

Liebe Grüße
Gabriela