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Rick

Anfänger

Beiträge: 1

1

Samstag, 7. Februar 2009, 00:56

karriere? als ae ...

wer hat von euch mal dar??ber nachgedacht? wo seht ihr euch in, sagen wir mal in 2 jahren? oder 5?

lg

rick
[addsig]

satolino

Anfänger

Beiträge: 1

2

Samstag, 7. Februar 2009, 10:49

RE: karriere? als ae ...

hmm, dieser Frage hab ich vor 10 Jahren schon einmal gestellt bekommen.
Bis zur Geburt meines Sohnes hat mir mein Job viel Spa?? gemacht und ich wollte
Karriere machen.
Tja, als ae Mama mit S?¤ugling ging es erstmal um die Existenzsicherung, ich hab
mich damals schon in ewiger Armut gesehen.
Nach 18 Monaten bin ich in den Job zur??ck. Karrierechancen gleich null. Ich hab so einiges durch 4 Stunden 8 Stunden und nun 6 Stunden arbeiten mit Sonderdienstplan. Aber Karriere mit einem Sonderdienstplan l?¤sst sich nunmal
nicht vereinbaren. Und ich denke es wird sich in den n?¤chsten 2 bis 5 Jahren auch nicht ?¤ndern.
Aber das liegt an mir, auf der einen Seite m??chte ich schon flexibel sein und
lange arbeiten auf der anderen Seite steht mein Sohn.
Ich hab mich entschieden auf Karriere zu gunsten meines Sohnes zu verzichten,
wenigstens so lange bis er mich nicht mehr braucht.
Ich geb die Hoffnung nicht auf, das eine Karriere doch irgendwann irgendwie
m??glich ist. Dinge die aussichtlos erscheinen k??nnen sich ?¤ndern. M??glichkeiten
gibt´s viele.

Sato [addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

3

Samstag, 7. Februar 2009, 12:52

RE: karriere? als ae ...

Ob AE oder nicht: Karriere hat mich nie gereizt. Ich bin und war Antikapitalist (unpolitisch) und verachte das streben nach schn??dem Mammon.
Karriere im Sinne von, reich(Geld) und/oder ber??hmt(Gesellschaft) mag f??r manche Befriedigung sein, mich gel??stet es eher nach inneren Werten.
Meine Karriere l?¤uft also auf Selbstfindung hinaus, zur??ck zu den Wurzeln.
Ergo stehe ich in 2 oder 5 Jahren wieder 1oder2 Treppchen h??her auf meiner Leiter.
Carpe diem... :-)

Volker[addsig]

Benghee

Anfänger

Beiträge: 1

4

Samstag, 7. Februar 2009, 14:08

RE: karriere? als ae ...

Gute Frage …
….. hmmm. ??ber Karriere hab ich mir fr??her nicht so viel Gedanken gemacht. Mein Job war mir sicher, ich hab ihn gern gemacht und habe recht gut verdient dabei.
Dann kam Wunsch - Junior und gleich darauf die Trennung vom Vater. Wie schon beschrieben, jetzt war es erstmal n??tig wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Rumsitzen, jammern und dabei hoffen dass alles gut wird, habe ich lernen m??ssen, ist kontraproduktiv. Der Zustand von ??mtern abh?¤ngig zu sein, war f??r mich dem??tigend. Ich habe „29 Jahre“ auf eigenen Beinen gestanden, war immer unabh?¤ngig und selbst bestimmt. Pl??tzlich, nur weil ich Mutter geworden bin, was ja im Grunde ein wunderbares Ereignis ist, war ich abh?¤ngig von ??mtern musste mich „ausziehen“ und betteln. Meine ganzen Ersparnisse gingen fl??ten. Ohne besonders viel Eigeninitiative w?¤re ich nie und nimmer aus diesem „Strudel“ herausgekommen.

Meinen bisherigen Job (Schichtdienst) konnte ich erstmal vergessen. Kinderkrippen rund um die Uhr gab es fr??her (2001) noch nicht – inzwischen gibt es hier in der N?¤he (60km) eine Kinderkrippe die rund um die Uhr ge??ffnet ist. Ein Pilotprojekt. Bin mal gespannt wie sich das entwickelt, die M??hlen mahlen langsam.

Also zum Arbeitsamt und erstmal eine Umschulung beantragen. Oder vielmehr das Arbeitsamt vor vollendeten Tatsachen gestellt und ihnen mitgeteilt das ich an diese Umschulungsma??nahme teilnehmen werde und sie diese zu bezahlen haben. Junior war in einer Kinderkrippe mit 16 Monaten und Mama hat vormittags Umschulung gemacht und nachmittags einen 400 Euro Job damit ich uns ??ber Wasser halten konnte.

Nicht immer einfach teilweise umringt von n??rgelnden Hausfrauen – M??tter die sich in ihrer Freizeit langweilen und ihre M?¤nner verfluchen (ein Gro??teil -- nicht alle ;-)).

Dann eine zeitlang befristete Jobs und schlie??lich erneut Arbeitslos – es ist schwierig als Quereinsteiger mit wenig Erfahrung einen guten Job zu bekommen Frau/Mann ist ja schlie??lich nicht mehr 20 --- hat zwar 20 Jahre ;-) Berufserfahrung aber eben nicht in diesem Job. Letztendlich doch wieder zur??ck in den Schichtdienst allerdings (wegen PC Kenntnissen – erlangt in der Umschulungsma??nahme) in eine Leitungsfunktion mit zumindest unter der Woche geregelten Arbeitszeiten. Zurzeit Weiterbildung mit dem Wunsch danach immer noch weiterzumachen.

Ob ich Karriere machen will?
Ja, schon allein aus dem Grund.
Gesundheit und Bildung kostet heute verdammt viel Geld, sind das nicht Grundbed??rfnisse die man sich f??r seine Kinder w??nscht?
Diese Grundbed??rfnisse lassen sich leider nicht ausschlie??lich mit gewissen Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen finanzieren.
Wo ich mich in 2 – 5 Jahren sehe? Das ist mir nicht so wichtig. Auf jeden Fall kreativ, nie langweilig und immer ein St??ckchen weiter. Eben Vorbild f??r Junior.

F??r mich ist Bildung der Schl??ssel dazu, sich und sein Umfeld positiv zu beeinflussen.
[addsig]

Gast

unregistriert

Gäste

5

Samstag, 7. Februar 2009, 14:11

RE: karriere? als ae ...

Hallo Rick,
interessante Frage. Insbesondere Frauen müssen sich doch eigentlich schon sehr früh darüber Gedanken machen ob sie Karriere im Sinne von Vorstandetage, Nobelpreisträger etc. oder Familie haben wollen.Beides ist in den meisten Fällen nicht machbar, es sei denn sie finden einen Mann, der sich mit zwanzig bereits dafür entschieden hat Hausmann zu werden.
Mein Plan sieht eher vor, dass ich es schaffe sicher immer so viel Geld zu verdienen um meinem Sohn ein einigermaßen schönes Leben mit gesichert Wohnung, Essen,Kleidung,Förderung und vor allem Zeit und Liebe bieten zu können. Gerechnet auf unsere heutige Lebenserwartung sind die Jahre in dem man für sein Kind da ist doch nur ein winziger Bruchteil und den sollte man nicht einfach so mit der Gier nach mehr Geld verstreichen lassen. ;-)

pimboli

Anfänger

Beiträge: 0

6

Samstag, 7. Februar 2009, 19:32

RE: karriere? als ae ...

Wir haben heut flei??ig aninjhas Wohnung renoviert, auch da hat die Frage uns besch?¤ftigt - Kinder erziehen, f??r Sie da zu sein und gleichzeitig beruflich seinen Weg zu finden, ist wirklich eine Herausforderung, die, muss ich neidlos anerkennen, M?¤nner meist besser hinbekommen als wir Frauen, auch die Einstellung, ich will nur Teilzeit arbeiten, f??r mein Kind da sein, h??r ich meist von Frauen.

Ich hab auch mal gedacht, ok, Kind braucht noch sehr viel F??rsorge, also stellst Du Deine Interessen zur??ck und machst einen Job, der zwar nicht meinen F?¤higkeiten und St?¤rken entsprach, aber bei dem ich viel Zeit f??rs Kind hatte, jederzeit erreichbar war, weil’s eben meiner Meinung nach das Beste f??r mich und Kind war. Heute wei?? ich, dass mir die Herausforderung im Job gefehlt hat und immer noch fehlt, ich aber einfach zu tr?¤ge war etwas an der Situation zu ?¤ndern, denn alles lief ja „perfekt“. 8-)
Mittlerweile denke ich, dass jeder der seine „Berufung“ gefunden hat, das Beste daraus machen sollte. Was das Beste ist, kann wiederum nur jeder f??r sich entscheiden, da muss jeder seine eigenen Priorit?¤ten setzen.
Aber ich glaube nicht, dass die Entscheidung seinen beruflichen Weg zu gehen, eine Entscheidung gegen das Kind, sondern eine Entscheidung und das Recht auf Selbstverwirklichung f??r sich selbst, die eigene Ausgeglichenheit ist, die dem Kind wieder zu gute kommt, denn die verbleibende Zeit mit Kind verbringt man bewusster, Qualit?¤t statt Quantit?¤t.
Denn gibt man als Elternteil sein Leben komplett auf und existiert nur noch als Vater oder Mutter???? 8-)
Solange das soziale Umfeld stimmt, man ein funktionierendes Netzwerk f??r sich und Kind aufrecht erhalten kann, sollte man nicht den leichtesten und bequemsten Weg gehen, sondern vielleicht doch soviel Egoismus mitbringen, dass man auch an sich selbst denkt.

Da auch hier wieder die finanzielle Situation fast in den Vordergrund ger?¤t, obwohl das Thema Karriere nicht unmittelbar nur mit Geld zu tun hat ... die Bed??rfnisse des Kindes nach Liebe, Vertrauen, Verst?¤ndnis, Anerkennung, Respekt, Achtung, Sicherheit und auch Grenzen, geb ich meinem Kind mit der Erziehung mit, auf die Gesundheit hab ich leider keinen „direkten“ Einfluss, Bildung kann ich f??rdern, was vielen leider vorenthalten bleibt, aber auch bei diesen Bed??rfnissen wird jeder seine eigenen Priorit?¤ten setzen...klar erleichtert etwas mehr Geld einige Bed??rfnisse, aber die wirklich Wichtigen sind kostenlos... ;-)

Aber am Ende kommt eh immer alles anders...

Zum zweiten Teil von Ricks Frage, aninjha ist in 5 Jahren Bundeskanzlerin (die Folgen werden f??r uns alle unertr?¤glich sein) und in meinem hohen Alter sollte man nicht mehr so weit voraus denken 8-) :-D

LG
Waltraud ;-) [addsig]

inesk

Anfänger

Beiträge: 0

7

Sonntag, 8. Februar 2009, 11:00

RE: karriere? als ae ...

Genau diese Frage hat mir vor gut einem Jahr ein Personalvermittler gestellt. Vorher hatte er mir aber schon mitgeteilt, dass er mich auf Grund meines Berufes eh nicht vermitteln kann.

Heute hab ich meine Priorit?¤ten anders gesetzt. Ich wei??, dass ich in meinem Beruf keinen Job bekomme, weil es den einfach nicht mehr gibt. Eine Umschulung wurde mehrfach abgelehnt und steht mir bei Hartz IV und meinem Alter nicht mehr zu.

Ich mach jetzt f??r ein Jahr etwa einen 400 Euro- Job und hab die M??glichkeit trotzdem meine Tochter zu unterst??tzen. Sie hatte jetzt jede Menge Vorstellungsgespr?¤che, da ire Elternzeit fast um ist und sie nicht zu ihrem alten Arbeitgeber zur??ck will, gegen den sie klagen musste.
Sie hat einen Job in Aussicht, wo sie aber gut eine stunde mit den ??ffentlichen fahren muss. Sie hat noch keinen Kitaplatz und so ist es mir wichtig, dass ich sie da unterst??tze und f??r meinen Enkel da bin.
Ich wei??, dass ich leider schlechte Aussichten auf einen anderen Job habe und ich m??chte, dass es meiner Tochter einmal besser geht. Es ist ihr Traumberuf, den sie erlernen konnte und ich m??chte, dass sie einen guten Einstieg hat, denn sie wurde gleich kurz nach der Ausbildung schwanger und hat daher nicht so gute Einstiegsvorraussetzungen.
Ich stelle meine W??nsche in den Hintergrund, damit es meine Kinder mal besser haben. Das sie ihre beruflichen W??nsche voll ausleben k??nnen.

Klar w??rde ich gerne wieder zumindest Teilzeit arbeiten, denn Vollzeit geht gesundheitlich zur Zeit nicht, aber was w?¤r mit meiner Tochter und meinem Enkel? Sie w??rde arbeitslos werden und h?¤tte es noch schwerer wieder in den Job zu kommen. So hat sie aber durch mich auch eine absicherung, wenn der Kleine mal krank ist und f?¤llt dann auch in dem Fall nicht gro??artig aus.

Was macht mal nicht alles f??r seine Kleinen und Gro??en!


LG Ines[addsig]