Dienstag, 22. Mai 2012, 15:34 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Anzeige
Neu in der Galerie
von Ace
Kontrollzentrum
Zuletzt online
Neue Benutzer

dickermomo (20. Mai 2012, 08:27)

ralf33 (15. Mai 2012, 14:45)

Suche12 (14. Mai 2012, 14:46)

einfachich (8. Mai 2012, 19:51)

smaaaz (3. Mai 2012, 09:34)

Geburtstage

Heute hat niemand Geburtstag.

Kalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So

Just me

Anfänger

Beiträge: 4

Registrierte Benutzer

1

Mittwoch, 7. September 2011, 11:06

Aufenthaltsbestimmungsrecht, hab ich da einen Fehler gemacht?

Hallo Forum,

ich bin neu hier und im Moment ziemlich verweifelt.

Von meiner Ex-Frau und meinen 4 Kindern (10, 9, 5 und 3) lebe ich seit 2,5 Jahren getrennt und seit März sind wir auch offiziell geschieden. Wir beide haben das gemeinsamme Sorgerecht für unsere Kinder. Beim Aufenthaltsbestimmungsrecht allerdings, glaube ich, habe ich den Fehler meines Lebens gemacht.

Nach unserer Trennung (ging von meiner Ex-Frau aus, weil neuer Mann im Leben) musste sie Harz 4 beantragen, da sie nie arbeiten war, mein Unterhalt aber vermindert nur als Kindesunterhalt ans Jugendamt gezahlt wurde (bei 4 Kindern zahl ich ne Menge, aber eben doch nicht alles und mir bleibt nur der Selbstbehalt).

Auf jeden Fall, wir hatten in einem Dorf bei Ihren Eltern ein Grundstück mit alten Haus gekauft, welches wir ausbauen wollten und damit auch angefangen hatten. Einiges war schon wieder in Ordnung, aber eben noch nicht zum einziehen gedacht. Als sie nun Harz 4 beantragt hatte, hatte sie das Haus mit angegeben und auch angegeben, dass es bewohnbar sei (keine Heizung drin, durch die Fenster ziehts wie Hechtsuppe und nur 2 Zimmer waren wirklich bewohnbar). Egal, das Jobcenter entschied, dass sie kein ergänzendes Harz 4 und Mietkosten bekommt, sie kann ja in das Haus ziehen. Sie bezahlten sogar den Umzug. Quasi eine Anordung zum Umzug vom Amt und sie hat auch keinen Einspruch eingelegt.

Da ich zu dem Zeitpunkt noch normal mit ihr reden konnte, habe ich der Sache zugestimmt, dass sie mit den Kindern in das Haus zieht, obwohl ich nicht begeistert von der Idee war, denn das Dorf ist 300 km weit weg und ich wusste, ich werde meine Kinder nur noch einmal im Monat besuchen können. Ich bin Fahrer und arbeite im Monat ca 220 Stunden, damit überhaupt ein vernünftiges Brutto bei rauskommt. Die Aussicht, dass ich dort in der Nähe einen Job bekommen könnte sind gleich null, Bewerbungen kamen schon so einige zurück.

Da ich immer für das Geld in der Familie zuständig war, habe ich auch schon während der Ehe viel und unregelmäßig geearbeitet und sie hat sich um die Kinder "gekümmert". Ich war dann für sie da, wenn mein Dienstplan es hergab. Hab sie dann auch mal in Kita oder Schule gebracht, abgeholt, war mit ihnen auf dem Spielplatz.

Nun wohnt sie also, mit meiner Zustimmung seit 2,5 Jahren in diesem Dorf und ich sehe, wie schlecht es meinen Kindern geht, weil sie total vernachlässigt werden. Seit einem Jahr hat sie einen neuen Partner, er scheint die Kinder zu mögen, zumindest höre ich von denen nichts schlechtes über ihn und damit kann ich leben. Sie hat ja durchaus ein Recht auf einen neuen Mann in ihrem Leben und ich will sie auch gar nicht zurück. Aber, sie scheint die Kinder zu vergessen. Wann immer ich sie besuchen fahre, sind sie einfach dreckig, schmuddelig, die Ohren sind nicht sauber, die Zähne sind nicht geputzt und als Krönung hatte mein ältester beim letzten Besuch Gummiestiefel an, die ihm nicht nur zu klein waren, sondern einer davon von oben bis unten aufgerissen , von Ihrer Mutter musste ich mir aber eine Woche vorher erst abhören, sie musste die Kinder neu einkleiden. Bekannte im Dorf, immerhin kennt man mich dort auch, erzählen mir, dass mein Ältester (9) sich ständig prügelt, in der Schule nicht mitmacht, keine Freunde hat. Er ist ein intelligentes Kerlchen, es tut mir in der Seele weh. Wenn ich mit ihm drüber rede sagt er, er macht das nur, weil ja niemand mit ihm spielen möchte. Dann wird er laut, wahrscheinlich aus Verzweiflung und weil er dann immer noch nicht beachtet wird, ärgert er die anderen, die ihn dann noch weniger mögen. In der Schule baut er immer mehr ab und mag auch nicht hingehen. Wenn ich mit der Kindsmutter darüber redet, findet sie das alles nicht so schlimm, er ist eben ein Junge. Zuhause scheint er auch immer der zu sein, der alles abbekommt. Seine große Schwester kann nen Zicke sein, sie lässt ihren Frust darüber, dass sie ständig helfen muss an ihn aus und genießt es ihn rumkommandieren zu können, wenn Muttern nicht zu Hause ist. Die 2 Kleinen zerstören seine Legoburgen und seine Bücher. Privatsphäre steht ihm noch nicht einmal im eigenen Zimmer zu, denn Muttern ist der Meinung, da darf Jeder jeder Zeit rein. Wenn er dann gefrustet ist, bekommt er natürlich auch den Anschiss.

Ich habe mir nun überlegt, auch wenn es für die anderen 3 mit Sicherheit doof aussehen wird, den Großen wieder zu mir zu nehmen. Er muss einfach aus diesem Umfeld raus, denn auf Dauer ist es nicht gut für ihn, wenn er immer und immer wieder sowohl von seiner Mutter und seinen Geschwistern, als auch von Gleichaltrigen in der Schule abgelehnt wird. Er braucht Zeit für sich, jemanden der sich allein um ihn kümmert und ihn auch beschäftigen kann. Er braucht jemanden, mit dem er sich über sein Lieblingsthema Mathe unterhalten kann, der mit ihm wieder Schach spielt und einen Sportverein, wo er sich austoben kann und Energie loswerden kann. Das alles ist bei seiner Mutter nicht möglich, denn für sie sind die Kinder nur noch eine Verwaltungsaufgabe so scheint mir, denen man morgens das Frühstück auf den Tisch knallt und abends sagt, sie sollen ins Bett verschwinden. Küsschen oder Kuscheleinheiten gab es von ihr schon früher nicht. Meine neue Lebensgefährtin dagegen ist so liebevoll zu den Kindern. Sie drückt sie und knuddelt mit ihnen, sie sagt ihnen, dass sie tolle Kinder sind. Den Kleinen rutscht schon mal ein Mama raus, wenn wir zusammen unterwegs sind. Meine Lebensgefährtin macht da zwischen ihren Kindern und meinen überhaupt keinen Unterschied. Wenn ich sie mit Ihren Kindern beobachte, die schon Teenager sind, dann weiß ich, was bei mir und meiner Ex im Umgang mit den Kindern so alles falsch gelaufen ist und ich habe heute große Sorge, was aus ihnen wird, wenn sie erst einmal etwas älter sind und in die Pupertät kommen.

Gespräche mit dem zuständigen Jugendamt da oben bringen mich nicht weiter, die besuchten die Kindsmutter bisher zwei mal, einmal auf meinem Hinweis hin und einmal weil Nachbarn sich beschwert hatten, dass die Kinder immer alleine zu Hause sind. Aber das Jugendamt meint, es ist alles in Ordnung so wie es ist. Auf einen Rückruf von der Klassenlehrerin meines Sohnes warte ich bis heute.

Wie gesagt, ich habe überlegt ihn wieder zu mir zu holen, was nicht heiß, das sich die anderen 3 nicht liebe. Aber bei ihm besteht in meinen Augen der größte Behandlungsbedarf. Aber nun habe ich durch ein Beratungsgesräch beim Anwalt gestern erfahren, dass dies wohl nicht so einfach ist, weil SIE mit meiner Zustimmung das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat. Sie muss mir nicht sagen, wo sie mit den Kindern in Urlaub fährt, obwohl abgemacht war, dass mein Sohn im Oktober mich eine Woche besuchen kommt. Sie hat nun entschieden, sie fahren zu den Eltern von ihrem neuen Freund. Sie ist der Meinung, sie muss mir über die Kinder überhaupt keine Auskünfte geben. Sie ist der Meinung, wenn ich die Kinder sehen will, muss ich eben die 300 km fahren, sie muss sich aber weder an den Kosten beteiligen (Sprit, Eintrittsgelder denn in dem Dorf kann ich mit denen nichts machen, ins Haus darf ich nicht, also müssen wir immer in einer der nächsten größreren Städte) noch muss sie mir die Kinder zu mir bringen.

Auf gut Deutsch, sie kann mit den Kindern machen was sie will und ich hab die Arschkarte. Will ich meinen Sohn zu mir holen, geht dies nur über langwierige Gerichtsverfahren in der ich ihr wahrscheinlich sonst was vorwerfen muss, damit der Richter überhaupt auf den Gedanken kommen könnte, dass mein Sohn bei mir besser aufgehoben ist. Das was ich bereits oben angeführt habe, scheint dabei in den Augen des Gerichts wohl nur eine Lapalie zu sein. :cursing:

Als ich ihr sagte, sie solle bei all ihren Entscheidungen einfach mal an die Kinder denken und nicht immer daran, wie sie mir eins auswischen kann, bekam ich als Antwort nur, das Beste wäre ich würde aus ihrem Leben verschwinden und nie wieder kommen. Sie macht so lange weiter, bis ich die Schnauze voll habe und nicht mehr komme.

Was zur Hölle kann ich jetzt tun??? Wie bekomme ich sie dazu, sich mir gegenüber endlich wie ein zivilisierter Mensch zu verhalten. Warum tut sie so, als wäre ich dafür verantwortlich, dass sie in diesem Nest festsitzt und keine Parties machen kann oder nicht shoppen gehen kann. Sie wollte die Trennung, sie hat angegeben das Haus sei bewohnbar und wenn die Kinder sie nerven, dass soll sie sie mir geben. Dann muss ich zwar meinen Job auf Halbtags reduzieren, aber das werde ich gern tun.

Ich weiß im Moment echt nicht mehr weiter und es macht mich echt fertig. Habt ihr eine Idee?

13.09. 87 mal angesehen und keiner einen Vorschlag für mich? ;(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Just me« (13. September 2011, 13:15)


Samurai-68

Anfänger

Beiträge: 6

Registrierte Benutzer

2

Montag, 3. Oktober 2011, 13:17

hallo Justme,
guter Tipp: Jugendamt.
Wenn du diese Vorfälle dem JA meldest, werden die sich darum bemühen, das Gespräch zu suchen.
Egal wer das ABR hat oder nicht, trotzdem habt ihr beide das gemeinsame Sorgerecht. Das ABR ist heutzutage sowieso nicht mehr das was es mal war.
Da JA ist kostenlos, Beratung und alles....nach Prüfung kannst du sogar das alleinige Sorgerecht einklagen, sollte das ein Wunsch sein. Ansontsen kannst du verlangen, dass sich an der Situation etwas ändert. Dies kann dir dann vom JA bestätigt werden, durch besuche etc...
Gruß Samurai

Kitiara

Anfänger

Beiträge: 4

Registrierte Benutzer

3

Dienstag, 1. November 2011, 10:53

Hi Just me!

Ich bin bestürzt das zu lesen. Ich kann mir das sehr bildlich vorstellen, die Kinder meines Ex (aus erster Ehe) waren auch mal nicht so gut behütet. GSD hat sich die Mutter wieder gefangen und heute geht's besser. Hat auch viel mit der Anzahl Kinder zu tun, das muss dazu gesagt werden. 4 ist keine leichte Nummer, schon gar nicht wenn man allein verantwortlich ist und dann noch in einem nur teilweise bewohnbaren Haus. Das ist keine leichte Situation und wie Menschen damit umgehen ist sehr unterschiedlich. Ja, die Entscheidung für dieses Leben hat sie selbst getroffen und vermutlich bereut sie es heute. Es gibt aber eben Menschen, die können ihre eigenen Fehler nicht zugeben und sind auch nicht in der Lage, Dinge selbständig zu ändern.

Für mich klingt das ein wenig, als wenn sie dir die Schuld dafür gibt. Ist natürlich Humbug, aber solche Menschen sind nicht selten. Du wirst das auch nicht ändern können, sie will nicht sehen, dass nur sie selbst was an ihrer Situation ändern kann. Sie lebt von Hartz 4 und in einer schäbbigen Bude am Po der Welt, du hast eine gute Beziehung, vermutlich eine schöne Wohnung und stehst mitten im Leben. Das sieht sie und mehr nicht. Neid und Missgunst sind die Folge.

Daran wirst du vermutlich nicht viel ändern können, das solltest du zunächst mal akzeptieren. Was du tun kannst ist deine Kinder da raus zu holen. Wenn dir dein Ältester erstmal am wichtigsten ist, dann fang mit ihm an. Aber bedenke: Er ist nur das schwächste Glied, die anderen erfahren auch keine anständige Erziehung, wie du selbst sagst keine Geborgenheit, und ihr Verhalten ist ebenso besorgniserregend wie das von deinem Ältesten! Du solltest schon zusehen, dass du eine Lösung findest, die allen Kindern gerecht wird, nicht nur ihm!

Darum geh zum JA, such dir einen Anwalt, setze alle Hebel in Bewegung. Sprich noch einmal vorab mit deiner Ex und merk dir genau, was sie sagt, damit du konkrete Aussagen über ihren Widerwillen treffen kannst. Sprich mit ihr sachlich, biete ihr Hilfe an. Dass das Haus doch nicht wirklich bewohnbar ist kann man feststellen lassen (Gutachter - können vom Amt gestellt werden). Vllt solltest DU einen Antrag stellen, denn es sind DEINE Kinder, die darin wohnen müssen.

Wenn dir das wirklich so auf der Seele liegt, dann kämpfe! Und kämpfe für sie alle. Ja, hol dir den Großen nach Hause, aber lass auch die anderen nicht hängen. Für die Mutter ist es dann auch immerhin ein Kind weniger, vllt hilft ihr das schon, sich besser in der Rolle zurecht zu finden. In jedem Falle solltest du das JA nicht da raus lassen. Geh denen so lange auf den S... bis die endlich ein Einsehen haben. Lass dich nicht abwimmeln und bequatschen. Wenn sie sich nicht rühren, dann ab zum Anwalt. Du hast eine Handhabe. Sie hat ABR aber nicht das alleinige Sorgerecht.

Also, stürz dich in den Kampf! Ich wünsch dir viel Kraft und alles Gute!

Kitiara